‚Zerstörung der Familie‘: Papst Franziskus hetzt gegen Ehe-Öffnung

Papst Franziskus (Bild: casarosada.gob.ar - BY-SA-2.0 - Wikimedia)Der vermeintliche Richtungswechsel der römisch-katholischen Kirche bei der Frage der Anerkennung und Würdigung von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften hat Papst Franziskus höchst persönlich und in fundamentaler Wortwahl eine Absage erteilt. In Manila hetzte er gegen die in immer mehr Staaten stattfindenen Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule.

In den vergangenen Monaten war immer wieder die Rede von einer neuen Richtung in der römisch-katholischen Kirche bei der Anerkennung von Lebensrealitäten, insbesondere im Umgang mit Lesben und Schwulen.

Bei der apostolischen Reise des Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche auf die Philippinen war davon nichts zu hören, im Gegenteil. Papst Franziskus hetzte mit fundamentalistischer Wortwahl und fern sämtlicher wissenschaftlicher Fakten gegen die Anerkennung Partnerschaften abseits des traditionellen Familienbildes aus Vater-Mutter-Kind.

Papst Franziskus warnt vor der Zerstörung der Familie

Immer mehr Staaten öffnen die zivilrechtliche Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare – oft gegen den erbitterten Widerstand der Glaubensgemeinschaften. Wie bereits seine Vorgänger hetzte nun auch das amtierende Papst gegen diese Neudefinition der Ehe bei einer Messer vor tausenden Menschen in Manila.

So warnte Papst Franziskus davor, dass die Neudefinition der Ehe eine „Gefährdung“ für die Familie sei und diese auch zerstören könne, wie „queer.de“ berichtet. Belege für diese verhetzende Aussage blieb Franziskus selbstverständlich schuldig.

Auch wenn Franziskus das Wort „Homosexuelle“ vermied und nicht wählte, erklärte er laut „queer.de“:

„Nehmen wir uns in Acht vor den neuen ideologischen Kolonisierungen! Es gibt ideologische Kolonisierungen, die versuchen, die Familie zu zerstören. Sie gehen nicht aus dem Traum, aus dem Gebet, aus der Begegnung mit Gott hervor, aus dem Auftrag, den Gott uns gibt; sie kommen von außen.“

Papst warnt vor Neudefinition der Ehe

Weiters erklärte Papst Franziskus, dass die Familie konkreten Bedrohungen ausgesetzt sei,

„durch zunehmende Bemühungen einiger, die Institution der Ehe selbst neu zu definieren.“

In weiterer Folge sei die Gefährdung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft eine Gefahr für die Gesellschaft selbst, so der Papst weiter. Den Kampf der römisch-katholischen Kirche gegen die Öffnung der zivilrechtlichen Ehe für Lesben und Schwule verglich der Papst dabei mit dem Kampf gegen Kolonialismus:

„Und wie unsere Völker in einem bestimmten Moment ihrer Geschichte zu der Reife gelangten, ’nein‘ zu sagen zu jeglicher politischer Kolonisierung, so müssen wir als Familie sehr, sehr klug, sehr geschickt, sehr stark sein, um ’nein‘ zu sagen zu jeglichem Versuch ideologischer Kolonisierung der Familie.“

Die Warnung vor der Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare, den Vergleich mit dem Kampf gegen die Kolonisierung und die damit einhergehende Gefahr für die Familie bestätigte am Freitagabend Vatikan Sprecher Federico Lombardi.

Anstatt auf Fundamentalkurs sich zu befinden, Hass und Vorurteile zu streuen und mit der Hetze gegen das Wohl von Kindern in Regenbogenfamilien zu agieren, sollte sich der Papst auf die eigentlichen Grundwerte, wie Nächstenliebe und Fürsorge besinnen und für ein miteinander eintreten – im Sinne aller Familien.

(Bild: casarosada.gob.ar – BY-SA-2.0 – Wikimedia)
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1 Comment
  1. […] Nach seiner Wahl zum neuen Papst feierten zahlreiche Medien den neu gewählten Papst Franziskus als liberalen Papst, der die Kirche erneuern könne, doch in Wahrheit ist er ein konservativer Hardliner, der auch die Ehe-Öffnung für LGBT vehement ablehnt (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und erst im Jänner vor der “Zerstörung der Familie” sprach, wenn gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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