‚Wir sind Helden‘-Sängerin: JA zur Gleichstellung und Anerkennung von Regenbogenfamilien

In Deutschland blockiert die konservative Union von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit allen möglichen Mitteln die Gleichstellung von Lesben und Schwulen und die volle Anerkennung von Regenbogenfamilien, obwohl sämtliche wissenschaftlichen Studien das Kindeswohl als gewahrt ansehen. Nun engagiert sich auch die Sängerin der Band ‚Wir sind Helden‘ für Regenbogenfamilien. Ihr Engagement ist naheliegend, ist sie doch in einer Regenbogenfamilie aufgewachsen.

Trotz klarer Urteile des Bundesverfassungsgerichts in der Vergangenheit und mehrfach geäußerter Kritik des BVerfG an der CDU/CSU-FDP-Regierung (thinkoutsideyourbox.net berichtete), will und will die konservative Union nicht die gesellschaftliche Realität und die Zeichen der Zeit erkenne (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Nämlich jene, dass es höchst an der Zeit ist, die sachlich nicht rechtfertigbare Ungleichstellung von Lesben und Schwulen und Kindern in Regenbogenfamilien zu beenden. Stattdessen befindet sich die Union weiter auf „ideologischen Kriegsfuß“ mit der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die sich längst für die völlige Gleichstellung ausspricht (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

„Wir sind Helden“-Sängerin Judith Holofernes: „Wir sind Familie“

Nachdem bereits der Bundesrat, die Länderkammer Deutschlands, letzte Woche erkannt hat, dass es Zeit ist, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen und Lesben und Schwulen die gleichen Rechte und Pflichten wie heterosexuellen BürgerInnen zu gewähren (thinkoutsideyourbox.net berichtete), kommt nun auch aus der Zivilgesellschaft eine weitere prominente Unterstützung für Regenbogenfamilien, Lesben und Schwule.

Judith Holofernes, Sängerin der derzeit pausierenden Band „Wir sind Helden“ engagiert sich für das Projekt „Wir sind Familie„, das homosexuellen Eltern zu mehr Sichtbarkeit verhelfen möchte. Auf ihrer eigenen Homepage schreibt die Sängerin, die selbst in einer Regenbogenfamilie groß geworden ist:

„Als Tochter einer lesbischen Mutter kann ich tatsächlich meine Gitarre spielenden, Songs schreibenden, Nachwuchs fütternden Hände dafür ins Feuer legen, dass aus Kindern aus “Nicht -Standard -Familien” sehr wohl was werden kann. Zum Beispiel ziemlich quietschfidele Künstler – aber ganz bestimmt auch irgendwas Bürgerlicheres, falls euch das umtreibt. Ich für meinen Teil bin froh und dankbar für Alles, was ich schon als Kind durch diese, meine Familiensituation gelernt habe: innere und äußere Flexibilität, vor Allem. Selbstverständlichkeit in der Ausnahme. Einen ziemlich furchtlosen Umgang mit Grenzen und mit Träumen. Und ein mit der Muttermilch aufgesogenes Wissen darum, dass es viele Wege zum Glück gibt. Dazu gab´s gratis, wie in allen Familien, ein paar Macken und Ticks und das eine oder andere Päckchen, das ich mit Fassung trage. Alles in Allem nicht die schlechteste Ausrüstung für ein freudiges, regelwidriges Leben in einer Welt, die sich sowieso nicht an viele Regeln hält.“

Persönliche Worte mit großer Wirkung

In diesen wenigen Zeilen liegen mehr Kraft für die Bedeutung der völligen Anerkennung von Familien abseits des von Konservativen als „heilige Familie“ vermittelten Familienbildes, als es viele Studien zum Kindeswohl in Regenbogenfamilien können.

Holofernes ist eines von vielen Beispielen, dass es für das gesunde Heranwachsen und das Kindeswohl nicht auf die Zusammensetzung der Familie, sondern auf Liebe, Fürsorge und Geborgenheit ankommt.

In diesem Sinne ist das Verweigern der rechtlichen Absicherung und vollen Anerkennung von Regenbogenfamilien und das Familie sein dürfen, nicht nur wider dem Kindeswohl, es ist grob fahrlässig.

(Bild: Megafutzi – CC-BY-3.0 – wikimedia)
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