Wien: Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen bitte dauerhaft – Video

Wien, Österreichs Regenbogenhauptstadt, steht in den kommenden Wochen im internationalen Blickfeld, wenn internationale Großevents wie der Life Ball oder der Eurovision Songcontest stattfinden, sowie im Juni die größte LGBT-Demonstration des Landes, die Regenbogenparade mit zehntausenden TeilnehmerInnen über die Ringstraße zieht. Nun setzen auch neue Fußgängerampeln ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit.

An 49 ausgewählten Fußgängerampelstandorten werden zukünftig nicht mehr Ampelmännchen zu sehen sein, sondern werden diese mit Ampelpärchen ausgestattet. So erhalten 120 Schutzwege die neuen Symbole, wie die MA33 am Montag erklärte.

Die neuen Fußgängerampeln gibt es mit insgesamt 6 Motiven und setzen ein leuchtendes Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit, denn noch immer werden LGBTs in vielen Bereichen ungleich behandelt und diskriminiert, sowie ist Homo- und Transphobie leider Alltag.

Doch die neuen Fußgängerampeln sollen nicht nur für Toleranz und Weltoffenheit werben, sie sollen auch die Verkehrssicherheit erhöhen, weshalb das Projekt wissenschaftlich begleitet wird.

Ampelpärchen bitte dauerhaft und vor ÖVP-/FPÖ-Parteizentralen

KritikerInnen sprechen von Geldverschwendung. Der Werbewert durch die weltweite Berichterstattung und Bewerbung Wiens als weltoffene und tolerante Stadt ist unbezahlbar.

Doch die Ampelpärchen kosten lediglich rund 60.000 Euro. Bei einer Wertschöpfung durch den Eurovision Songcontest von über 25 Millionen Euro, wie Peter Kraus (Grüne) festhielt, ist dieses Steuergeld gut investiert. Weitere Millionen-Einnahmen fließen durch BesucherInnen des Life Balls, wo noch dazu viel Geld für den wichtigen Kampf gegen HIV/Aids gesammelt wird und der Regenbogenparade in das Stadtbudget.

Nach derzeitigem Stand werden die Ampelpärchen bis Ende Juni im Straßenbild Wiens zu sehen sein, doch wünschenswert wäre es, wenn diese dauerhaft im Straßenbild verbleiben und auch weiterhin für Toleranz und Weltoffenheit in der Stadt werben, wenn der internationale Blick nicht auf Wien fällt.

Eine Bitte sollte noch an die MA33 herangetragen werden: Jeweils gleichgeschlechtliche Ampelpärchen sollten auch vor den Parteizentralen der beiden größten homophoben Politbastionen im Land installiert werden und bleiben – der ÖVP und FPÖ.

Letztere hat laut „Österreich“ Anzeige gegen die Grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou  erstattet – wegen einem angeblichen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Das sichtbare Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz passt den homophoben Hetzern rund um HC Strache eben nichts ins diskriminierende Weltbild.

Update 14.05.2015: Facebook-Page fordert Ampelpärchen dauerhaft

Die Ampelpärchen, die in Wien montiert wurden und noch werden, haben bekanntlich international für enorme Aufmerksamkeit gesorgt und bringen Wien einen riesigen Werbewert. Immer mehr fordern daher – völlig zurecht – dass die Ampelpärchen dauerhaft bleiben sollen.

Auf Facebook ist nun ein Fanpage gegründet worden, die die rot-grüne Stadtregierung und im besonderen die Grüne-Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou auffordert, die homo- und heterosexuellen Ampelpärchen dauerhaft im Stadtbild zu belassen – als sichtbares Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit.

Mit einem Like unterstützt auch du diese Initiative.

Link: Facebook.com/ampelpaerchen

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3 Comments
  1. Gregor says

    Wie wäre es mit einer online Petition damit die Ampelpärchen dauerhaft bleiben?

  2. […] Mit dem Anbringen von gleichgeschlechtlichen und verschiedengleichgeschlechtlichen Pärchen auf 49 Ampeln ist der Grünen Verkehrsstadträtin ein Megaclou gelungen. Für nur 63.000 Euro hat die Stadt Wien weltweit Aufmerksamkeit und einen hohen Millionen Euro Werbewert bekommen – auch wenn die konservative und rechtspopulistische Opposition dagegen wetterte (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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