Video: Obama fordert in Berlin völlige Gleichstellung von Lesben und Schwulen

Der us-amerikanische Präsident Barack Obama  war nach 2008 wieder für einen Kurzbesuch in der deutschen Hauptstadt Berlin. Nach einem Treffen mit dem deutschen Präsidenten Joachim Gauck und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel war der Höhepunkt die Rede Obamas vor dem Brandenburger Tor, wo er zahlreiche Themen anschnitt. In klarem Kontrast zur deutschen Bundeskanzlerin Merkel warb Obama für die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen, weil dadurch die Gesellschaft stärker wird.

Kurz vor seinem Reiseantritt in den USA wurden die Internet-Abhöraktionen der us-amerikanischen NSA bekannt, die weltweit für Aufregung sorgten. Bei seiner Berlin-Reise verteidigte Barack Obama dieses Überwachungsprogramm und erklärte, dass dadurch zahlreiche Terroranschläge verhindert werden konnten. Die deutsche Kanzlerin sorgte dabei einer Pressekonferenz für Kopfschütteln, als sie erklärte, dass das Internet für uns alle „Neuland“ wäre. Dabei gibt es das bereits seit 25 Jahren. Ein Sprecher später stellte richtig, dass Merkel dabei vom rechtlichen Aspekt gesprochen hatte…

Obama wirbt in Rede für Freiheit und Diskriminierungsschutz

Der Höhepunkt war eine Rede von Barack Obama am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin Mitte vor 4.000 geladenen Gästen. In seiner Rede bewarb Obama die Freiheit für alle BürgerInnen und erklärte, dass den Schutz vor Diskriminierungen für Menschen, unabhängig der Ethnizität, Religion, Geschlecht oder sexuellen Orientierung.

„Ich würde vorschlagen, dass Frieden mit Gerechtigkeit beginnt, mit dem Beispiel, welches wir hier zu Hause gesetzt haben, das wir aus unserer eigenen Geschichte kennen, wonach Intoleranz Ungerechtigkeiten hervorbringt.  Ob es auf Ethnizität oder Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung basiert, wir sind stärker, wenn alle unsere BürgerInnen – egal, wer sie sind oder wie sie aussehen – gleich behandelt werden, oder wenn unsere Frauen und Töchter die gleiche Chancen wie unsere Hausmänner und Söhne haben.“

Obama für völlige Gleichstellung von Lesben und Schwule

In seiner weiteren Rede sprach sich der US-Präsident auch für mehr Toleranz gegenüber verschiedenen Religionen und Weltanschauungen sowie MigrantInnen aus und erklärte, dass dadurch die Gesellschaft erneuert wird. Schließlich leitete Obama zur Gleichstellung von Lesben und Schwule über und warb für die völlige Gleichstellung von Lesben und Schwule und begab sich somit auf klaren Oppositionskurs zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die aus ideologischen Gründen mit ihrer CDU und der bayrischen CSU die Gleichstellung von Lesben und Schwulen weiterhin „erfolgreich“  verhindert. Für seine Aussagen zu LGBT-Rechten erhielt Obama viel Applaus von den Gästen.

„Wenn wir für unsere schwulen Brüder und lesbischen Schwestern aufstehen und ihre Liebe und Ihr Recht nach dem Recht gleich behandeln, verteidigen wir auch unsere eigene Freiheit. Wir sind mehr frei, wenn alle Menschen ihr eigenes Glück verfolgen können. Und solange Mauern in unseren Herzen existieren, um uns von jenen zu trennen, die nicht wir wir aussen, nicht wie wir denken, oder Glauben wie wir, dann müssen wir  gemeinsam härter daran arbeiten, um diese Mauern der Trennung nieder zu reißen.“

Video: Obamas Rede vor Brandenburger Tor zum Nachsehen

(Screenshot/Video: YouTube/Den Prentice)
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