Teilnehmer von ‚Küssen im Prückel‘-Demo verprügelt

Leider muss wieder über ein Verbrechen berichtet werden, das als Hassverbrechen einzustufen sein dürfte. Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, wurde nach der „Küssen im Prückel“-Demo ein Teilnehmer nach der Kundgebung verfolgt und auf einer Toilette verprügelt.

Am 16. Jänner demonstrierten in Wien rund 2.000 TeilnehmerInnen unter dem Motto „Küssen im Prückel“ gegen den Rauswurf eines lesbischen Paares aus dem Traditionscafé am Wiener Ring, weil dieses sich im Lokal einen Kuss gegeben hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Teilnehmer verfolgt und verprügelt

Wie die „Kleine Zeitung“ nun berichtet, wurde ein Teilnehmer nach der Demonstration Freitagabend verfolgt und von vier Personen im Einkaufszentrum „Wien Mitte – The Mall“ auf der Toilette“ verprügelt.

Der 18-Jährige erlitt laut Polizei-Angaben am Donnerstag dabei Verletzungen. Demnach hat der junge Mann gegen 20:15 Uhr die Herrentoilette im Einkaufszentrum aufgesucht, wo er von vier Tätern, die ihn verfolgt haben sollen, attackiert wurde.

Da das Opfer lautstark um Hilfe schrie, flüchteten die Männer nach der Attacke und konnten bislang nicht ausgeforscht werden.

Hassverbrechen? Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto

Fahndungsbild Polizei (Foto © APA/Polizei)Ein Polizeisprecher erklärter gegenüber der „APA“ auf Nachfrage, wie die „Kleine Zeitung“ weiter berichtet, dass es sich offenbar um keinen versuchten Raubüberfall handelt.

Daher könne ein gezielter Angriff auf den jungen Mann wegen seiner „Küssen im Prückel“-Demo-Teilnahme nicht ausgeschlossen werden.

Die Wiener Polizei ersucht über Anordnung der Staatsanwaltschaft um Veröffentlichung des Bildes, das zwei der mutmaßlichen Täter zeigen soll, wie die Polizei in einer Aussendung erklärt.

Hinweise zu dem Verbrechen nimmt die Polizeiinspektion Wien-Mitte unter der Telefonnummer 0131310 DW 58324 entgegen.

(Foto © APA/Polizei)
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