Sven Heibel: ‚Wir haben eine Schutzpflicht für Kinder‘ (vor Schwulen?)

Die auf Facebook geposteten homophoben Beiträge  des CDU-Lokalpolitiker Sven Heibel sorgen weiterhin für heftige Kritik. Nun hat auch die CDU in Rheinland-Pfalz reagiert und versucht sich in Schandensbegrenzung, während sich Heibel in Erklärungen versucht und dabei seine Homophobie noch untermauert.

Wie die „Rhein-Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, bemühte sich die CDU noch am selben Tag um Schadensbegrenzung, nachdem der CDU-Lokalolitiker Sven Heibel die Abschaffung des „Schwulenparagraphen“ im Strafgesetzbuch in einem Beitrag auf Facebook bedauert hat und somit eine Rekriminalisierung von schwulen Kontakten – mindestens indirekt – forderte (thinkoutsideyourbox.net berichtete)

CDU Rheinland-Pfalz: „Nicht CDU-Position“

Die rheinland-pfälzische CDU-Landeschefin  Julia Klöckner twitterte:

„Ganz klar: Nicht CDU-Position, klare Distanzierung.“

Am Abend enthob der „Junge Union“-Landesvorstand Sven Heibel von seinem Amt als Beisitzer im Landesvortand, die der JU-Landesvorsitzende und CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Steininger gegenüber der dpa mitteilte.

„Wir distanzieren uns vehement von diesen Aussagen.“

Heibel: „Schutz von Kindern“

Heibel versucht sich weiter in Erklärungen und gerät dabei noch mehr in Erklärungsnotschand. So sagte er dem „SWR“, dass er nicht den Anschein erwecken wollte, dass er die Gefängnisstrafe für Schwule wieder einführen wolle. Weiters erklärte er:

„Ich will niemanden diskriminieren, aber wir haben eine Schutzpflicht für unsere Kinder.“

Damit bedient sich Heibel wieder dem Lieblingsinstrument von GleichstellungsgegnerInnen. Sie „argumenten“ mit dem Schutz von Kindern, doch dabei werden diese einzig durch diese instrumentalisiert, was zurückzuweisen ist. Nicht Kinder haben ein Problem damit, sondern die Erwachsenen. Heibel ist das beste Beispiel dafür und steht für viele andere Ewiggstrige.

Doch damit nicht genug. Heibel stößt sich daran, dass sich homosexuelle Männer in der Öffentlichkeit küssen, denn dies sei

„einfach nicht schön“.

Im Rahmen des Versammlungsrecht könne man doch „bestimmte Dinge“ in der Öffentlichkeit verbieten.

Dann sei ihm einfach in sein homophobes Stammbuch und Weltbild geschrieben: Wenn es in seinen Augen nicht schön ist, dann einfach nicht hinschauen. Aber dann bitte auch für Heteros verbieten und lesbische Küsse findet er mit Sicherheit auch völlig „schiach“.

(Bild: Screenshot Facebook.com/Sven Heibel)
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