Schweiz: Parlaments-Kommission für Ehe-Öffnung

(Bild: Facebook.com/Regenbogenfamilien)In der Schweiz hat die „Nationalrätliche Kommission“, eine von der Grünliberalen Partei eingebrachten Parlamentarischen Initiative, die die Öffnung der Ehe fordert, behandelt und die Empfehlung ausgesprochen, die Ehe für alle zu öffnen.

Die Parlamentarische Initiative fordert den Gesetzgeber auf, die beiden rechtlich geregelten Lebensgemeinschaften (Ehe für heterosexuelle und Eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare) für alle zu öffnen, ungeachtet ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität.

So soll auch gleichgeschlechtliche Paaren die Möglichkeit gegeben werden, zu heiraten und heterosexuelle Paare die Schließung einer Eingetragenen Partnerschaft ermöglicht werden.

Die Initiative wurde von der „Nationalrätlichen Kommission“ mit 12 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung angenommen.

Ehe wird durch Gleichstellung aufgewertet

Die Möglichkeit eine Ehe einzugehen, wird bis heute einem Teil der Schweizer Bevölkerung verwehrt. Diese Unterscheidung entspricht weder dem heutigen liberalen Gesellschaftsbild noch ist sie mit der Schweizerischen Bundesverfassung vereinbar, wie Schweizer LGBT-Verbände ausführen.

Für die LGBT-Verbände ergibt sich die Eheöffnung  als Konsequenz aus dem Gleichheitsgebot (Art. 8 BV) und dem Recht auf Ehe und Familie (Art. 14 BV).

Das häufig von GleichstellungsgegnerInnen vorgebrachte Argument, dass die Ehe bei einer Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare abgewertet werde, ist falsch, denn die traditionelle Ehe wird durch die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare gestärkt.

Durch die Eheöffnung werden verlässliche Strukturen geschaffen, die der ganzen Gesellschaft dienen. Die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare ist eine Anpassung an die veränderten gesellschaftlichen Werte. Das Familienrecht soll die Realität abbilden und nicht veraltete Wertvorstellungen konservieren.

LGBT-Dachverbände fordern Ehe-Öffnung

Die Schweizer LGBT-Dachverbände unterstützen die Öffnung der Ehe und zeigen sich erfreut, dass die Mitglieder der Rechtskommission des Nationalrats mit ihrer Entscheidung ihre Unterstützung kundtun, Weitblick zeigen und die Wahrnehmung ihrer Verantwortung, gegenüber allen Schweizerinnen und Schweizern, unabhängig der sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität:

„Wir verlangen keine Sonderrechte, sondern schlicht Gleichstellung. Und wir fordern die Öffnung der Ehe weil unsere Beziehungen gleich stark und unsere Familien gleich viel wert sind wie die aller anderen Schweizerinnen und Schweizer.“

Die Gleichstellung aller Lebensgemeinschaften muss endlich politisch debattiert werden, so die LGBT-Verbände weiter.

(Bild: Facebook.com/Regenbogenfamilien)
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