Saudi-Arabien: Unterstützen Menschenrechte, solange LGBTI verfolgt werden können

Flagge von Saudi-ArabienDas Königreich Saudi-Arabien wurde vor dem UN Menschenrechtsrat in Genf in der Schweiz erneut für die Lage der Menschenrechte im Land kritisiert. Das Land konterte der Kritik und erklärte, dass es die Menschenrechte unterstützen wolle, aber die Verfolgung, Kriminalisierung, Inhaftierung und auch Hinrichtung von LGBTI ist eine „interne Angelegenheit“.

Regelmäßig ist die Frage der Menschenrechte und im besonderen von Frauen und homosexuellen Menschen Anlass für berechtigte heftige Kritik am autoritär regierten Saudi-Arabien.

Die NGO „Freedom House“ schätzt Saudi-Arabien im Bericht „Freedom in the World“ als „nicht frei“ bezüglich politischer Rechte und nicht frei bezüglich Freiheitsrechten ein. Auch im Demokratie-Rating vom britischen „The Economist“ aus dem Jahr 2012 wird das Land an 163. Stelle von 167 Ländern eingestuft.

UN Menschenrechtsrat: LGBTI-Rechte sind Menschenrechte

Dennoch behauptet das Land von sich, dass es die Menschenrechte unterstütze, wie Faisal bin Hasan Trad, Vertreter Saudi-Arabiens vor dem Menschenrechtsrat der „Vereinten Nationen“ in Genf erklärte.

Der UN-Menschenrechtsrat kritisierte Saudi-Arabien dafür, dass die systematische Verfolgung und Bestrafung von Homosexuellen mit lebenslanger Haft, Folter, Auspeitschungen, chemischer Kastration, im besonderen aber auch die Todesstrafe von Homosexuellen nicht mit international anerkannten Menschenrechten für Personen aufgrund der sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität vereinbar sind.

Saudi-Arabien: LGBTI-Rechte sind keine Menschenrechte

Für Saudi-Arabien sind jedoch LGBTI-Rechte keine Menschenrechte und das Land verwehre sich gegen Aufforderungen, die Verfolgung von Homosexuellen zu beenden, denn das stelle eine

„eklatante Einmischung in seine inneren Angelegenheiten“

dar. Faisal bin Hasan Trad betonte, dass Saudi-Arabien Kritik an der Auslegung der Menschenrechte nicht tolerieren könne.

Laut „Arab News“ erklärte Trad, dass

„jemand versuche, das Land in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen“.

Saudi-Arabien: Lehnen jede Resolution zu Homosexuellenrechten ab

Wie die „International Business Times“ berichtet, bestätigten Saudi-Arabiens Innenminister auf Twitter, die rigorose Politik und Verfolgung von LGBTIs im islamischen Land:

„Saudi-Arabien lehnt jede Resolution für Homosexuellen-Rechte ab. Saudi-Arabien bekträftig die Unterstützung für Menschenrechte und respektiert alle internationalen Konventionen, so lange sie mit dem Islamischen Recht vereinbar sind.“

Mit dieser menschenverachten Politik sind LGBTI im Land weiter gezwungen, sich zu verstecken, um der diskriminierenden und die Menschenwürde/-rechte verletzenden Verfolgung zu entgehen, doch die Religionspolizei geht hart gegen LGBTI vor und regelmäßig werden LGBTIs im Land bestraft.

Damit steht das Land auf einer Stufe mit der islamistischen Terrororganisation „Islamischer Staat“, wo regelmäßig über barbarische Ermordungen von homosexuellen Männern berichtet werden muss, die sich auf die „Sharia“, das „Islamische Recht“ beruft.

Anders als der IS wird jedoch Saudi-Arabien von westlichen Staaten hofiert und werden Geschäfte gemacht – da sind LGBTI-Rechte dann nur sekundär.

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