Salzburg: Regenbogenfahnen wehen auf Staatsbrücke

Zum zweiten Mal nach 2012 wird in der Landeshauptstadt Salzburg die Staatsbrücke, die über die Salzach führt, für eine Woche mit Regenbogenfahnen beflaggt, um an die Christopher-Street-Day-Unruhen in New York im Jahr 1969 zu erinnern und Toleranz und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen einmahnen. Aus dem Unruhen in der Christopher Street in New York sind die weltweiten Christopher-Street-Day-Paraden entstanden.

Anlässlich der erstmaligen Anbringung von Regenbogenfahnen an der Staatsbrücke im Jahr 2012 erklärte damals LAbg. Mag.a  Anja Hagenauer, heute SPÖ-Bereichssprecherin für Integration, Asylpolitik, Kultur:

„Es darf nicht sein, dass im 21. Jahrhundert nach wie vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung stattfindet. Mit dem Hissen der Regenbogenfahnen auf der Staatsbrücke wollen wir bewusst ein Zeichen setzen – gegen Diskriminierung jeglicher Art. Es liegt an der Bevölkerung und der Politik allen Menschen Akzeptanz entgegenzubringen – unabhängig von deren Geschlecht, Herkunft, Weltanschauung oder Sexueller Orientierung!”

Auch 2013 besitzen diese Worte ihre Gültigkeit, da noch immer gegen Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung angekämpft werden muss. Daher ist es sehr begrüßenswert, dass die „SoHo Salzburg“ auch 2013 dieses Projekt wieder umgesetzt hat.

Christopher Street Day

Der Christopher-Street-Day erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street vor dem Stonewall Inn im Stadtviertel Greenwich Village.

In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem Zielpublikum. In dieser Nacht wehrten sich LGBTs erstmals gegen die willkürlichen Übergriffen durch die Polizei. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.

Aus diesem Aufstand in der Christopher Street sind die weltweiten Christopher-Street-Day-Paraden und Demonstrationen entstanden, wo LGBTs lautstark, bunt und farbenfroh für mehr Toleranz, Akzeptanz und die gleichen Rechte demonstrieren.

Eigentlich hätten heuer rund um den 15. Juni erstmals die „Pride Weeks“, organisiert von der „HOSI Salzburg“, stattfinden sollen, doch aufgrund von einer Terminkollision mit der „Vienna Pride“, die vergangene Woche stattfand und ihren erfolgreichen Höhepunkt mit der 18. Regenbogenparade am 15. Juni hatte (thinkoutsideyourbox.net berichtete), mussten die queeren Tage in Salzburg leider auf 2014 verschoben werden, weil sich kein Ersatztermin gefunden hat.

(Bild: SoHo Salzburg/Gaßner)
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