Russischer Politiker: Facebooks #CelebratePride Verstoß gegen Anti-Homosexuellen-Gesetz

Mit dem Urteil des US-Höchstgerichts zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare haben die HöchstrichterInnen Geschichte geschrieben und auf Facebook feiern viele dies, indem sie ihr Profilbild mit einem Regenbogen versehen. Ein russischer Politiker, der maßgeblich am „Anti-Homosexuellen-Gesetz“ mitwirkte, fordert daher ein Verbot von Facebook.

Im Jahr 2013 hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Gesetz gegen die „Propaganda von nicht traditionellen sexuellen Orientierungen vor Minderjährigen“ verabschiedet und nimmt damit LGBTs fundamentale Grund- und Menschenrechte (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Witali Milonow: Facebooks #CelebratePride verstößt gegen Anti-Homosexuellen-Gesetz

Nach dem historischen Urteil in den USA zur landesweiten Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (thinkoutsideyourbox.net berichtete) feiern viele tausende NutzerInnen des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook diesen Meilenstein damit, indem sie über ihr Profilbild in Regenbogen-Farben tauchen (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Gleichzeitig fordern Sie mit diesem Zeichen auch in anderen Staaten die Rechte von LGBTIQs ein.

Genau daran stößt sich nun der russische Politiker Witali Milonow, der darin einen Verstoß gegen das Verbot der „Homosexuellen-Propopaganda“ in der Putin-Demokratur Russland sieht, da die Regenbogenfahne das weltweite Symbol der LGBTI-Bewegung ist.

Das erklärte er gegenüber dem Radiosender „Russischer Nachrichtendienst“, wie „derStandard.at“ berichtet, da mangels Altersbeschränkung auch Minderjährige die in Regenbogen-Farben gehüllten Profilbilder sehen und damit „Opfer“ der „Homosexuellen-Propaganda“ werden.

Politiker fordert Facebook-Verbot

Milonow von der Kreml-partei „Vereintes Russland“ kündigte an, dass er sich an die Medienaufsichtsbehörde „Roskomnadsor“ mit seiner Beschwerde wenden, wo er ein landesweites Verbot und somit die Blockade von Facebook fordern, werde:

„Daher ist es auch ganz normal, Facebook in ganz Russland zu blockieren.“

Falls diese nicht tätig werden sollte, werde er den russischen Geheimdienst FSB und Präsidenten Wladimir Putin kontaktieren:

„Wenn Roskomnadsor das durchgehen lässt, dann spielen sie auf der Seite jener, die für unsere Heimat Übles wollen.“

Neben dem Facebook-Gründer Marc Zuckerberg haben auch viele weitere Prominente, darunter der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger ihr Profilbild in den Farben des Regenbogens getaucht.

 (Bild: Facebook.com)
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