Regenbogenprotest: Demo gegen Moskauball in Wiener Hofburg am 24.10.

Während in der Putin-Demokratur Russland fundamentale Grundrechte von Lesben und Schwulen mit Füßen getreten werden, wird auf internationaler Ebene Russland noch immer hofiert – so auch in Österreich. Am 24. Oktober findet in der Wiener Hofbauer der Moskauball und die Galanach der russischen Wirtschaft statt. Vor der Hofburg rufen LGBT-AktivistInnen zu Protesten auf, um gegen die homophobe Gesetzgebung in Russland zu demonstrieren.

Seit Juni steht in Russland das „öffentliche positive Sprechen über nicht traditionelle sexuelle Beziehungen“ (vor Minderjährigen) unter Strafe. Damit werden LGBTs fundamentale Grundrechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung oder das Versammlungsrecht genommen und Homosexualität kriminalisiert.

ÖVP-Spitzenpolitiker übernehmen Ehrenschutz

International wird von vielen Seiten die homophobe Politik Russland kritisiert. Auch anlässlich der olympischen Spielen in Sotschi im Februar 2014 werden immer wieder Boykottaufrufe laut, doch weitestgehend wird Russland auf internationaler Ebene noch immer hofiert – so auch großteils in Österreich.

Wie weit die Hofierung Russlands in Österreich geht, zeigt, dass den Ehrenschutz für die Galanacht der russischen Wirtschaft SpitzenpolitikerInnen der ÖVP und ein Minister der SPÖ-ÖVP-Bundesregierung übernommen haben.

So übernehmen den Ehrenschutz der russische Botschafter in Österreich, Sergej J. Netschajew, Christoph Leitl, Bundesobmann des Österreichischen Wirtschaftsbundes, einer Teilorganisation der ÖVP, Brigitte Jank, Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer und ÖVP-Spitzenkandidatin in Wien bei der Nationalratswahl 2013, sowie der ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Wirtschaftsinteressen gehen für die ÖVP ganz offensichtlich vor Grundrechte von LGBTs, aber mit Homophobie hat die ÖVP bekanntlich viel Erfahrung. Ist sie es doch auch, die die Gleichstellung von LGBTs in Österreich seit Jahren „erfolgreich“ verhindert und ihrer Homophobie regelmäßig freien Lauf lässt.

Wie „GGG.at“ weiter berichtet, wird die Veranstaltung von zahlreichen Sponsoren und Partnern unterstützt, darunter der russische Gasriese Gazprom oder auch „Radio Stephansdom“ der Erzdiözese Wien.

Regenbogenprotest vor russischer Gala in Wiener Hofburg 

Wenn am Donnerstag, 24. Oktober  in der Hofburg in Wien der Moskauball und die Galanacht der russischen Wirtschaft stattfindet, dann wird die russische Homophobie in Österreich nicht unwidersprochen bleiben. Vor der Hofburg wollen die LGBT-AktivistInnen von „To Russia With Love“ friedlich gegen das „Anti-Homosexuellen-Gesetz“ protestieren und die Rücknahme des Gesetzes fordern.

Was: Regenbogenprotest
Wann: Donnerstag, 24. Oktober 2013, um 18:00 Uhr
Wo: Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien
Link: Regenbogenprotest auf Facebook

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