Putin behauptet: Keine Diskriminierung bei olympischen Spielen in Sotschi

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine ganz besondere Art, Dinge auszulegen. Nach anhaltender Kritik von BürgerInnenrechts- und MenschenrechtsaktivistInnen am homphoben Gesetz, das öffentliche ‚Propagierung‘ von Homosexualität unter Strafe bestellt, behauptet Putin nun erneut, dass während den olympischen Winterspielen in Sotschi im Februar 2014 keine Diskriminierungen erfolgen werden.

Das IOC erklärte in der Vergangenheit, dass es kein Problem am „Anti-Homosexuellen-Gesetz in Sotschi sehen würde. Russland erklärte die Region um Sotschi für ein Sperrgebiet, wo Kundgebungen verboten wurden, um allfällige Proteste von LGBT-AktivistInnen gegen das diskriminierende Gesetz gegen „öffentliche Propagierung von nicht traditionellen sexuellen Beziehungen“ zu unterbinden.

Putin betonte bei Treffen IOC-Präsidenten: „Keine Diskriminierung“

Das Gesetz, welches Putin mit seiner Unterschrift im Frühsommer 2013 Inkraft setzte, verbietet nicht nur „das öffentliche positive Sprechen über nicht traditionelle sexuellen Beziehungen (vor Minderjährigen)“, sondern können auch Symbole der LGBT-Bewegung, wie beispielsweise Regenbogenfahnen oder kleine Aufsteck-Buttons mit einer Regenbogenfahne ausreichen, um die Person zu verhaften.

Mit dem Gesetz werden LGBTs in Russland fundamentale Grundrechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung oder das Versammlungsrecht genommen und somit eine ganze Bevölkerungsgruppe diskriminiert und letztlich auch kriminalisiert. Putin jedoch sieht all dies nicht. Dabei gab es auch neulich

Bei einem Besuch des IOC-Präsidenten Thomas Bach betonte der russische Präsident am Montag, dass es – obwohl das Gesetz Inkraft bleiben wird – keine Einschränkungen geben wird für LGBTs. Wie „Spiegel“ berichtet, erklärte Putin:

„Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sich Athleten, Fans und Gäste bei den Olympischen Spielen wohl fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, der Rasse oder der sexuellen Ausrichtung.“

Während die Boykottaufrufe von verschiedenen AktivistInnen nicht verstummen wollen und auch immer mehr SportlerInnen Russland für deren homophobe Gesetzgebung heftig kritisieren, wie vor kurzem erst der mehrfache WM-Medaillengewinner und US-Skistar Bode Miller, zeigte sich der deutsche IOC-Präsident vom russischen Sotschi und Präsident Putin angetan.

Geld und Macht zählen im Spitzensport und bei den olympischen Spielen also ganz offensichtlich mehr als fundamentale Grundrechte… Während Olympia soll das homophobe Gesetz „aufgeweicht“ werden, aber was ist davor und danach bzw. während Olympia in anderen russischen Regionen?

Viele Menschen sehen die Gesetzgebung weiterhin anders als Putin und protestieren weiter gegen die Gesetzgebung in Russland, auch im Rahmen der Olympiade. So wurde auch bei der Übergabe der olympischen Flamme an die russische Delegation gegen das Gesetz demonstriert.

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