Prückel-Demo-Teilnehmer verprügelt: Täter geständig

Bild: Facebook/Gregor SchmidingerIm Februar musste darüber berichtet werden, dass ein Teilnehmer der „Küssen im Prückel“-Demo verfolgt und auf der Toilette der Einkaufszentrums „The Mall“ verprügelt wurde. Die veröffentlichten Fahndungsfotos hatten Erfolg und der Täter ist geständig.

Nachdem ein lesbisches Paar nach einem Kuss aus dem „Café Prückel“ geworfen wurde (thinkoutsideyourbox.net berichtete), inititierten die beiden Frauen im Jänner eine Kundgebung vor dem Café, an der rund 2.000 Personen teilnahmen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Geständiger Täter von Prügel-Opfer identifiziert

Im Februar wurde schließlich bekannt, dass das spätere Opfer und zwei Begleiter der „Küssen im Prückel“-Kundgebung verfolgt und am WC des nahegelegenen Einkaufscenters „The Mall“ verprügelt wurde. Die Polizei veröffentlichte daraufhin Fahndungsfotos, die die mutmaßlichen Täter zeigen sollen (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Insgesamt wurden die 3 Demo-Teilnehmer von 4 Personen verfolgt.

Vor der Einvernahme durch die Polizei identifizierte das Opfer bereits den Haupttäter des Übergriffs und auch der Haupttäter schließlich zeigte sich in der Einvernahme geständig.

Nach dem Besuch der Toilette in dem Gebäude wurde ihnen von zwei Personen der Weg verstellt. Der Jugendliche sagte in der Einvernahme aus, wie „wien.ORF.at“ berichtet, dass er dem 18-jährigen Opfer zwei Mal ins Gesicht geschlagen habe.  Als das Opfer auf der Toilette um Hilfe rief, flüchteten die Angreifer.

Das Opfer erlitt dabei leichter Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft wird den Täter wegen der Verabredung zu einer Tat auf schwere Körperverletzung und Nötigung anklagen.

Polizei: kein homophober Hintergrund

Während der Haupttäter von der Polizei ausgeforscht und vom Opfer als Täter identifiziert wurde, sind die drei Begleiter noch nicht ausgeforscht.

Der Haupttäter erklärte, sich auf dem veröffentlichten Fahndungsfoto selbst erkannt zu haben, stellte sich jedoch nicht. Schließlich führten Zeugenaussagen zum Verdächtigen und auch das Opfer hat den Haupttäter, der als einziger auf ihn eingeschlagen habe, identifiziert. Der Täter ist bereits polizeilich bekannt.

Der Täter, für den bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt, gab an, nicht mehr zu wissen, mit wem er zum Tatzeitpunkt unterwegs gewesen ist.

Die Polizei erklärte, dass aus den Aussagen des 17-Jährigen kein homophober Hintergrund abzuleiten wäre, viel mehr erklärte dieser, er habe eine „Abneigung gegen Demonstranten“.

(Bild: Facebook/Gregor Schmidinger)
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