Prozessbeginn gegen 5 Männer die „Todesstrafe für Homosexuelle“ forderten

In der englischen Stadt Derby, begann am Dienstag der Prozess gegen fünf muslimische Männer, die im Jahr 2010 auf Flugblättern die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle gefordert haben sollen. Den fünf Männern, der 28-jährige Kabir A., der 42-jährige Ihjaz A., der 45-jährige Mehboob H., der 38-jähriger Umar J. und der 28-jährige Razwan J., wird der Prozess wegen Verhetzung gemacht. Die mit dem Fall betraute Staatsanwältin bezeichnete die Flugblätter als „widerlich„.

Die fünf angeklagten Männer, sollen im Jahr 2010 vor der Jamia-Moschee (siehe Bild) die Flugblätter verteilt haben. Auf diesen Flugblättern war eine aufgehängte Schaufensterpuppe zu sehen und darunter war unter anderem zu lesen, dass gleichgeschlechtlicher Sex eine schwere Sünde sei, für die man in die Hölle komme. Darüberhinaus hieß es auf den Flyern, dass Allah die „Vernichtung“ dieser bösen Menschen erlaube. Dem Staat sei es freigestellt, ob der homosexuell empfindende Menschen hängen, verbrennen oder steinigen möge.

Die fünf angeklagten Männer weisen die Anschuldigungen zurück. Stattdessen erklärten sie, dass sie die Bevölkerung über den Islam aufklären wollten. Als Moslem müsse er Homosexualität verurteilen, weil der Koran hier klare Anweisungen gebe. Einer der Angeklagten sagte, dass es falsch gewesen sei, eine Gesetzesänderung zu fordern.

Die Angeklagten sind schon zuvor durch die Verteilung homophober Flugblätter aufgefallen. So protestierten sie beispielsweise auch gegen die Gay Pride-Veranstaltung in Derby. Wie ggg.at berichtet sagte die Staatsanwältin Bobby Cheema dazu:

„Diese Flyer enthielten nicht einfach Informationen, sie drohten, sie waren angsteinflößend und einfach nur widerlich.“

Auf den Flyern fanden sich Aussagen, die Homosexualität als „niederträchtige, hässliche Krankheit“ bezeichnete und ein Zusammenhang zu Pädophilie gezogen. So wurde gefragt: „Heute schwul, morgen pädophil?

Die Staatsanwältin erklärte, dass diese Aussagen nicht durch die Religionsfreiheit geschützt seien. Stattdessen würden sie das Ziel verfolgen, Lesben und Schwule einzuschüchtern.

Den angeklagten Männern drohen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe in unbegrenzter Höhe. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, sei dies der erste Gerichtsprozess, seitdem im März 2010 ein verschärftes Gesetz in Kraft getreten ist, um Lesben und Schwule besser vor Verhetzung zu schützen.

(Bild: findethepostcode.com/ Russ Hamer)
Anzeige
3 Comments
  1. […] Prozessbeginn gegen 5 Männer die “Todesstrafe für Homosexuelle” forderten […]

  2. […] Die Jury urteilte in dem Prozess, dass drei Männer mit der auf den Flyern geäußerten Forderung nach der Todesstrafe für Homosexuelle, da dies eine schwere Sünde sei und Allah die “Vernichtung” dieser “bösen Menschen” erlaube, Verhetzung entsprechend der neuen Gesetzgebung zum besseren Schutz von Minderheiten betrieben habe. Die Forderungen auf den Flyern waren mit einer aufgehängten Schaufensterpuppe untermalt. Es stünde dem Staat lediglich frei, die Form der Bestrafung festzulegen. Die Staatsanwältin bezeichnete die Flyer als “widerlich” (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

  3. […] hetzten und die Todesstrafe forderten. Der Prozessbeginn war bereits im Jänner diesen Jahres (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Die Jury befand fünf der drei angeklagten Männer Ende Jänner für schuldig entsprechend des […]

Leave A Reply

Your email address will not be published.

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.