Pfarrer hetzt gegen ‚perverse, widernatürliche Homosexualität‘

Ein weiteres Mal beweist ein Vertreter der römisch-katholischen Kirche, dass diese gegen eine aufgeklärte Gesellschaft im 21. Jahrhundert auftritt und eine ganze Bevölkerungsgruppe diskriminiert gehört. Der Pfarrer André Wingen in Neukirchen an der Wild spricht im aktuellen Pfarrblatt davon, dass Homosexualität geheilt gehört und vergleicht er Abtreibung mit Mord.

Auch unter dem neuen Papst Franziskus I betreibt die römisch-katholische Kirche eine beispiellose Kampagne und Hetze gegen LGBTs und all jene, die für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität haben, wettert. Jüngstes Beispiel einer langen und nicht enden wollenden Liste ist der Pfarrer André Singen aus Neukirchen an der Wild im Waldviertel.

Pfarrer Wingen: Homosexualität „pervers“

Im aktuellen Pfarrblatt lässt Pfarrer André Wingen eine Hetztirade gegen LGBTs und all jene ein, die das Selbstbestimmungsrecht für Frauen und gleiche Rechte für alle einfordern.

So vergleicht Wingen auf einer A4-Seite das Selbstbestimmungsrecht von Frauen als „Mord“. Weiters hetzt der Pfarrer gegen Homosexuelle und deren PartnerInnenschaften. So heißt es, dass

„homosexuelle Partnerschaften pervers, widernatürlich und schwerste Sünde“.

Ein weiteres Feinbild des ewiggestrigen Pfarrers ist die Theorie von „Gender Mainstreaming“, denn handle es sich bei der „Gender-Ideologie“ um einen „gezielten Plan der EU und USA“ und eine „stete Gehirnwäsche bis in die Volksschule„.

Pfarrer Wingen: „Homosexualität gehört geheilt“

Für den homophoben Pfarrer, der in der Bevölkerung bereits öfters für Kopfschütteln sorgte und für sein reaktionäres Gedankengut bereits mehrfach heftig kritisiert wurde, ist mit der Definition der perverseren Homosexualität noch nicht Schluss – viel mehr verlangt er die „Heilung.

So schreibt er in seiner Hetzschrift weiter:

„Homosexualität ist abnormal, also gegen die Natur, und gehört geheilt.“

Auch stoßt sich der Pfarrer an der Kunstfigur Conchita Wurst des homosexuellen Sängers Tom Neuwirth, denn für ihn handle es sich um einen „zur Frau gewordenen Mann“. Die Botschaft von Conchita kann oder will der homophobe Geistliche nicht verstehen.

Diözese Sankt Pölten verteidigt Pfarrer

Während die Aussagen laut Bericht von „noe.ORF.at“ in weiten Teilen der Bevölkerung für Kopfschütteln und (berechtigte) Kritik sorgen, verteidigt die Diözese Sankt Pölten den ewiggestrig-homophoben Pfarrer.

Die von Bischof Klaus King, der in der Vergangenheit ebenfalls mehrfach massivst gegen die Gleichstellung von Lesben und Schwulen gewettert hat, erklärte, wie die „Krone“ berichtet, dass der Pfarrer „berechtigte Anliegen zur Sprache“ bringe. Einzig die Wortwahl könnte in konstruktiverer Form geführt werden.

Eine Anfrage und zwei kritische Kommentare auf der Facebook-Seite der Diözese St. Pölten blieb bislang unbeantwortet bzw. wurden innerhalb kurzer Zeit gelöscht. So viel also auch dazu, sich der berechtigten Kritik zu stellen…

Kurz: Die römisch-katholische Kirche steht voll hinter den Aussagen des Pfarrers und stellt so eine Gefahr für eine aufgeklärte Gesellschaft im 21. Jahrhundert dar. Die Kirche betreibt ein weiteres Mal homophobe Verhetzung.

(Bild: Bwag – CC-BY-SA-3.0 – Wikimedia)
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