Petition: Hunderttausende fordern Verurteilung von Homosexualität durch Kirche

Hunderttausende KatholikInnen fordern in einer Petition das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Franziskus, auf, die Linie der Kirche gegenüber Homosexuellen noch diskriminierender und verhetzender zu gestalten und auch Realitätsferne gegenüber der gesellschaftlichen Realität weiter zu erhöhen.

Schon seit Jahren betreiben viele kirchliche Würdenträger eine Politik der Entfremdung von der gesellschaftlichen Realität und führen die katholische Kirche immer weiter ins gesellschaftspolitische Abseits. Doch dieser Irrweg ist FundamentalkatholikInnen noch immer nicht genug und sie fordern in einer Petition Papst Franziskus auf, die Kirche noch mehr in die Vergangenheit zu führen.

Fundamentalistische Kirchenlehre wird gefordert

Bis Samstag Abend haben bereits über 470.000 Personen die Petition „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ unterzeichnet. Darin konstruieren die InitiatorInnen ein Bedrohungsszenario, wie es sonst nur von fundamentalistischen Kreisen fern ab jedem Faktum propagiert wird.

Demnach ist die „Existenz der Familie“ von Grund auf bedroht – durch die Anerkennung von homosexuellen PartnerInnenschaften, aber auch von Geschiedenen und Wiederverheirateten.

So sei die katholische Lehre „durch die unheilbaren Winde der von den antichristlichen Lobbies verfechteten Lebensstile“ gefährdet. Es heißt:

„Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.“

Sexuelle Revolution bedrohe Familien

Die gegenwärtige Politik der „sexuellen Revolution“ und der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften widerspreche laut den Initiatoren der „den Gesetzen Gottes und der Natur“ und bedrohe in Konsequenz

„die Existenz der Familie, die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft.“

Es ist also gegen die Natur, wenn Menschen sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, aber gleichzeitig wird für die Grundlage der Argumentation der FundamentalchristInnen ein Buch genommen, in dem Tiere sprechen können, Tote auferstehen, Personen über das Wasser gehen oder eine Person das Meer teilte.

Die Petition der FundamentalkatholikInnen drängt das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der Synode über die Familie im Oktober an der traditionellen Lehre der Kirche festzuhalten. Damit solle die Kirche weiter im gesellschaftspolitischen Abseits bleiben, weiter die Würde von LGBTIQs verletzen und die Vorenthaltung der ihnen zustehenden Rechte proklamieren.

Zahlreiche prominente Unterschriften auch aus Österreich und Deutschland

Die Petition wurde von hunderten hohen Geistlichen, sowie zahlreichen verschiedenen Bischöfen aus Entwicklungsländern gezeichnet, aber auch von erzkonservativen Geistlichen, wie z.B. der US-Kardinal Raymond Burke.

Aber auch in Österreich und Deutschland haben die üblichen Fundamentalgeistlichen unterschrieben, wie zB. der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, oder der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa.

Weitere UnterzeichnerInnen stammen aus dem homophoben Gesellschaftsspektrum, wie z.B. die Aktivistinnen Hedwig von Beverfoerde, die Koordinatorin der homophoben „Demo für alle“, sowie Gabriele Kuby.

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