Montenegro: Abgesagter CSD in Podgorica erfolgreich nachgeholt – Video

Im Oktober hätte in der Hauptstadt von Montenegro ein CSD stattfinden sollen, doch musste diese Demonstration von LGBTIQs nach anhaltenden gewalltätigen Protest abgesagt werden. Nun wurde die Demonstration unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erfolgreich nachgeholt und setzte ein starkes Zeichen.

Schon vor zwei Monaten hätte in der montenegrinischen Hauptstadt Podgroica der dritte CSD stattfinden sollen, doch musste dieser nach anhaltenden – teils gewalttätigen Protesten – vorerst abgesagt werden. Nun wurde die Kundgebung von LGBTs erfolgreich nachgeholt.

Mehrere hundert LGBTIQs fordern gleiche Rechte

Zum dritten CSD in Podgorica kamen mehrere hundert TeilnehmerInnen und diese hatten klare Forderungen an die Politik. So forderten die AktivistInnen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, einen verbesserten Schutz von Hassverbrechen und Maßnahmen gegen Homophobie und Transphobie.

Das Ziel der OrganisatorInnen ist es, dass der CSD jährlich stattfinden und nicht nur in der Hauptstadt, sondern in jeder montenegrinischen Stadt ohne Angst vor Gewaltübergriffen stattfinden kann.

Am CSD nahmen auch VertreterInnen von verschiedenen europäischen Ländern oder der EU teil, so auch der niederländische Botschafter in Serbien und Montenegro, Henk van den Dool.

CSD-Route musste geändert werden

Die NGO, die den Demonstration organisierte „Queer Montenegro“ erklärte, dass sie im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren die Route des CSD ändern mussten.

Es ist wichtig, dass die Kundgebung durch die gesamte Stadt zieht, denn LGBTIQ leben überalle und sind Teil der Gesellschaft. Daniel Kalezic von „Queer Montenegro“ erklärte, wie „Balkan Insight“ berichtet:

„Heute haben wir allen in Montenegro gezeigt, dass wir nicht anders sind.“

Der dritte CSD in Montenegro erfolgte unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, nachdem es 2013 zu enormen gewalttätigen Übergriffen gekommen ist (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

So wurde die Demonstration von hunderten PolizeibeamtInnen und der Bereitschaftspolizei auf ihrem Marsch durch die Straßen Podgorica begleitet.

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