Mario Stecher österreichischer Fahnenträger: ÖOC vergibt auch zweite Chance

Das ‚Österreichische Olympische Komitee (ÖOC)‘ hat auch bei der notwendigen neuerlichen Vergabe der ehrenvollen Aufgabe des Fahnenträgers bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi die Chance verpasst, ein sichtbares Zeichen gegen die menschenverachtende und homophobe Gesetzgebung zu setzen. Statt Daniela Iraschko-Stolz wird Mario Stecher die österreischie Fahne tragen.

Seit Wochen wird darüber diskutiert, wer die österreichische Fahne bei der Eröffnung am 7. Februar der Olympischen Winterspiele in Sotschi tragen soll. Die offen lesbische Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz wurde immer wieder als Fahnenträgerin genannt, da somit Österreich ein weltweit sichtbares Zeichen gegen die homophobe Gesetzgebung  Russlands hätte setzen können.

Vor wenigen Tagen wurde diese Debatte beendet, nachdem das „Österreichische Olympische Komitee (ÖOC)“ verkündete, dass die Wahl einstimmig auf Benjamin Raich gefallen ist. Damit verpasste das ÖOC die Chance, ein Zeichen zu setzen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Nach Raich-Absage: ÖOC verpasst auch zweite Chance

Kurze Zeit später sagte der designierte Fahnenträger für die Eröffnungszeremonie ab, da Raich sich auf seine beiden Disziplinien Slalom und RTL konzentrieren wolle und erst später nach Sotschi reisen werden. Damit begann eine neue Suche nach einem Fahnenträger oder Fahnenträgerin.

Für den ÖOC bot sich so eine zweite Chance, doch noch die Zeichen der Zeit zu erkennen und sichtbar gegen die Homophobie und menschenrechtswidrige Situation in Russland zu protestieren. Obwohl auf zahlreichen Webseiten, wie beispielsweise „Kleine Zeitung„, „oe24.at“ oder „derStandard.at“ in Abstimmungen eine – teilweise große bzw. absolute – Mehrheit der Voting-TeilnehmerInnen für Iraschko-Stolz als Fahnenträgerin plädierten, sollte es anders kommen.

Schließlich ist die Wahl des ÖOC  auf den nordischen Kombinierer Felix Gottwald, dreifacher Olympia-Gold-Gewinner, als Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie in Sotschi gefallen, wie das ÖOC am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Sotschi erklärte.

Damit  hat der ÖOC nicht dem Wunsch vieler entsprochen und hat ein weiteres Mal die Chance verpasst, durch Iraschko-Stolz ein Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und gleichen Rechte für alle – unabhängig der sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität – zu setzen.

(Bild: Logo Österreichisches Olympisches Komitee)
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1 Comment
  1. natins. says

    Nicht der Felix, sondern Mario Stecher ist/war der Träget. ;-)

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