LSVD Sachsen gründet ‚Deutsches Institut zur Heilung von Heterosexualität‘

Vor einigen Tagen kündigte Volker Beck von der Bundestagsfraktion ‚Bündnis 90/Die Grünen‘ an, dass seine Partei das Verbot von Therapieangeboten zur ‚Heilung von Homosexualität‘ fordere und einen entsprechenden Gesetzesentwurf einbringen werde. Die angesprochenen Institute, die sich häufig im fundamental-religiösen Kreisen bewegen, waren entsetzt. Der ‚LSVD Sachsen‘ reagierte nun und gründete das ‚Deutsche Institut zur Heilung von Heterosexualität‘, damit heterosexuelle BürgerInnen sich von dieser ‚heilen‘ lassen können, die unter ihrer ‚ausgesuchten sexuellen Orientierung leiden‘.

Als Volker Beck, Fraktionssprecher der Bundestagsfraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ im Zeitungsinterview das Verbot von Heilungstherpaien von Homosexualität forderte (thinkoutsideyourbox.net berichtete), da diese – laut dem Gesetzesentwurf in Untersuchungen bewiesen – bei der Mehrzahl der behandelten Schwulen und Lesben schädliche Effekte, wie “Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zum Selbstmord” auslöse.

Auf den Vorstoß reagierten die angesprochenen Institute mit Ensetzen und sprachen davon, dass die Forderung Becks „Feindbilder schafft“ und sich Beck laut dem Vorstandsvorsitzen von „Wüstenstrom“, Markus Hoffmann, dem angebotenen Dialog verweigere.

„LSVD Sachsen“ gründet Zentrum für „Heilung von Heterosexualität“

Auf die Angebote von Heilungsinstituten für Homosexualität reagierte nun der „Lesben- und Schwulenverband Sachsen“ und gründete ein eigenes Institut, wo sich heterosexuelle BürgerInnen von ihrer „ungewollten heterosexuellen Orientierung heilen“ lassen können.

Anlässlich der Gründung des Deutschen Instituts zur Heilung von Heterosexualität (DIHH) durch den LSVD Sachsen erklärt Dr. h. c. Christel Rebecca von Holdt, Leiterin des DIHH:

„Tagtäglich haben sich Menschen, die unter ihren unerwünschten heterosexuellen Gefühlen leiden an den Lesben- und Schwulenverband Sachsen gewandt. Sie wünschten sich eine Entwicklung ihres homosexuellen Potentials, doch mussten sie lange Zeit enttäuscht weggeschickt werden. Mit dem Deutschen Institut zur Heilung von Heterosexualität (DIHH) können wir nun endlich fachkompetente Heteroheilungskurse anbieten.

Denn Heterosexualität ist nicht angeboren. Oftmals ist sie Folge sexuellen Missbrauchs, Verführung oder anderen traumatischen Erfahrungen. Laut langjährigen, intensiven Forschungen können heterosexuelle Empfindungen auch als Versuch angesehen werden, chronische Bindungsverletzungen aus der Kindheit auszugleichen. In der Heterosexualität werden aus der Kindheit stammende, ungestillte emotionale Bedürfnisse nach Zuwendung und Wertschätzung durch den gegengeschlechtlichen Elternteil sexualisiert. Allerdings bleibt Heterosexualität immer ein vergeblicher Versuch, denn sexuelles Verhalten kann niemals emotionale Verletzungen heilen.

Das DIHH bietet den betroffenen Heterosexuellen an, über mehrere Jahre bei uns zu leben. Mit vorurteilsfreien Gesprächen über ihre Sexualität, aber auch mit Hilfe von Rollenspielen und psychotherapeutischer Begleitung können sie ihre heterosexuellen Gefühle bei uns überwinden. Sie werden selbstbewusste, stabile und glückliche Lesben und Schwule. Diese Therapien werden häufig auch von den Krankenkassen übernommen.

Wir verstehen uns als Pendant zum bereits bestehenden „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)“ und möchten nun ebenfalls als Mitglied des Diakonie-Dachverbandes die Wahlmöglichkeiten in Sexualitätsheilungsfragen erweitern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem DIJG, der Evangelischen Allianz oder der Organisation Wüstenstrom.

Der LSVD-Bundesverband begrüßt die Gründung des Instituts und wünscht zahlreiche Therapieerfolge. Bündnis 90/Die Grünen, die Linke, FDP und SPD haben ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt. Einzig Bundeskanzlerin Merkel sowie einzelne Unionspolitikerinnen und -politiker zeigen sich skeptisch. Sie befürchten die Diskriminierung heterosexueller Minderheiten.“

Mehr Informationen unter: www.mission-aufklaerung.de

(Bild: LSVD Sachsen)
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