London: Massen-Kiss-In zum Start der #FreedomToKissInPublic-Kampagne

Über 100 Menschen haben am Valentinstag in London am ersten öffentlichen gleichgeschlechtlichen „Kiss-In“ auf den den Stufen der Eros-Statue am Piccadilly Circus teilgenommen. Der Kiss-In markiert gleichzeitig den Start der „Freedom To Kiss In Public“-Kampagne, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich viele LGBTs unsicher fühlen, in der Öffentlichkeit ihre Liebe zu zeigen.


Auch wenn in England mittlerweile die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet ist, so fühlen sich laut einer Umfrage von „Pride in London“ über 50 % der LGBTs „unbehaglich“, wenn sie ihre/n PartnerIn in der Öffentlichkeit küssen.

Massen-Küssen als Start der „Freedom To Kiss in Public“-Kampagne

Diese Angst vor negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit spielen eine große Rolle in den Köpfen, denn 86 % der Befragten, die angaben, sich „unbehaglich“ zu fühlen, haben Angst vor Beschimpfungen oder auch physischer Gewalt.

Diese dramatische Unsicherheit beim Zeigen der schönsten Sache der Welt, der Liebe zwischen Menschen, hat sich „Pride in London“ zum Anlass genommen, um beim CSD unter dem Motto „Heroes“, die am 27. Juni wieder hunderttausende LGBTs und deren UnterstützerInnen auf die Straßen von London bringen wird, zu verdeutlichen, dass alle LGBTs, die öffentlich zu ihrer Liebe stehen, HeldInnen sind, denn sie tragen dazu bei, dass es besser wird.

Um auf die Ängste von LGBTs aufmerksam zu machen, haben am Valentinstag über 100 Menschen bei einem überwiegenden gleichgeschlechtlichen Massen-Küssen am Piccadilly Circus teilgenommen und so öffentlich ihre Liebe gezeigt.

Schon seit Wochen werden in den Sozialen Netzwerken, wie zB. Facebook Kuss-Selfies unter dem Hashtag #FreedomToKiss geteilt. Auf den übergroßen Werbetafeln am Piccadilly Circus wurden hunderte Kuss-Seefies gezeigt.

Teilnehmer: „Wir brauchen mehr HeldInnen“

Einer der TeilnehmerInnen des Kiss-In erklärte gegenüber „Pride in London„:

„Wir alle genießen nun mehr rechtliche Gleichstellung denn je zuvor, aber wir sehen eine zunehmende Anzahl von gleichgeschlechtlichen Paaren, die nach dem Zeigen von Zuneigung zu ihrem/r PartnerIn in der Öffentlichkeit mit homophoben Verhalten und Diskriminierung konfrontiert sind. Mehr als je zuvor brauchen wir mehr LGBT und HeldInnen, inklusive unserer heterosexuellen UnterstützerInnen, um mit uns einzustehen und zu zeigen, wieso das Recht zum Küssen in der Öffentlichkeit – egal welches Geschlecht – eine Freiheit ist, die wir alle genießen sollen.“

Der Vorsitzende von „Pride in London“, Michael Salter erklärte, dass bei der diesjährigen Pride die HeldInnen gefeiert werden sollen, die sich für die Rechte von LGBTs einsetzen und die erzielten Gleichstellungsschritte, wie die erfolgte Ehe-Öffnung, erkämpft haben. Nun gilt es, auch das Recht auf angstfreies Küssen in der Öffentlichkeit, wie es bei Heterosexuellen selbstverständlich ist, zu erkämpfen.

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