kreuz.net: Lesben- und Schwulenverband erstattet Strafanzeige wegen Volksverhetzung

Die jüngste Hetze der Fundi-Christen zum Ableben von Comedian Dirk Bach von kreuz.net ist im Prinzip nur die Spitze des Eisberges. Seit jeher hetzen bei Betreiber auf eine Art und Weise gegen Homosexuelle, ihren Kampf für Gleichberechtigung und beispielsweise gegen die strikte Trennung von Kirche und Staat. Nach dem Bruno Gmünder-Verlag erstattete nun auch der deutsche Lesben- und Schwulenverband Strafanzeige gegen die kreuz.net.

Fast sämtliche Artikel gehen über das Recht auf freie Meinungsäußerung hinaus, da sie gegen alles auf unterstem Niveau hetzen, das nicht einer strengen Glaubensauslegung entspricht. Die Betreiber verstecken sich jedoch auf einem ausländischen Server und waren bislang für die Justiz nicht greifbar, wohl weil sie sich bewusst sind, dass sie  mit ihren teilweise anti-semitischen, homophoben und diskriminierenden Beiträgen gegen zahlreiche Gesetze in Deutschland und Österreich verstoßen (könnten).

Nach dem Bruno Gmünder-Verlag, der neben einer Anzeige bei den Behörden auch 15.000 Euro „Kopfgeld“ für Infos zu den Betreibern aussetze (thinkoutsideyourbox.net berichtete), erstattete nun auch der deutsche Lesben- und Schwulenverband Strafanzeige.

LSVD erstattet Strafanzeige wegen Volksverhetzung

Wie der „Lesben- und Schwulenverband Deutschland e.V.“ am 8. Oktober mitteilte, erstattete auch der LSVD Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die Betreiber und Autoren von kreuz.net. Auch fordere die Interessensvertretung von LGBTs in Deutschland, die Machenschaften von kreuz.net endlich aufzuklären.

So erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

„Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat Anzeige gegen die Betreiber und Autoren des Internetportals „kreuz.net“ wegen Volksverhetzung erstattet.

Kreuz.net hetzt seit Jahren gegen homo- und transsexuelle Menschen und gegen alle, die für gleiche Rechte und Respekt eintreten. Normalerweise lässt der LSVD diese Hetzer rechts liegen, denn sie haben keinen Einfluss auf die Mehrheitsmeinung in der Gesellschaft. Aber es ist empörend, dass die Hetzer von kreuz.net selbst angesichts des Todes jeglichen menschlichen Respekt vermissen lassen.“

kreuz.net-Betreiber verstecken sich „feige“ im Ausland

Bislang versteckten sich die Betreiber auf diversen Servern im Ausland, wodurch sie laut Auskunft der Behörden nicht ausgemacht werden konnten. Zunächst lief kreuz.net auf einem Server im US-Bundesstaat Kalifornieren. Aktuell wird das Hetzportal auf einem Server in Panama gehostet.

Dies will der LSVD nicht gelten lassen und fordert die Behörden auf, die Betreiber und Autoren zu fassen und vor Gericht zu stellen:

„Die Macher von Kreuz.net verstecken sich feige in der Anonymität, um für ihre menschenverachtende Hasspropaganda nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das muss ein Ende haben. Wir werden sehr genau darauf achten, dass die Sicherheitsbehörden ihrer Pflicht nachkommen und auch bei homophoben Straftaten intensiv ermitteln. Mit dem billigen Verweis auf den Server im Ausland ist es nicht getan.“

Doch ermahnt der Lesben- und Schwulenverband nicht nur die deutschen Behörden alles erdenkliche zu unternehmen, diese menschenverachtenden Betreiber zu fassen und so die Hetze zu beenden, auch wird die katholische Kirche in die Pflicht genommen:

„Auch die deutschen katholischen Bischöfe müssen mehr Verantwortung übernehmen. Sie haben sich zwar mehrfach von kreuz.net distanziert und dabei ausdrücklich und zu Recht dessen Antisemitismus wie die Hetze gegen einzelne katholische Bischöfe angeprangert. Die homosexuellenfeindlichen Hassreden auf kreuz.net haben die deutschen Bischöfe aber bislang nie beim Namen genannt. Solches Schweigen ist nicht länger tragbar. Jetzt wäre Gelegenheit, das zu ändern. Die deutschen Bischöfe sind aufgefordert, ein ausdrückliches Bekenntnis gegen solch menschenverachtende Homophobie abzugeben. Und sie sollten die Sicherheitsbehörden bei der Suche unterstützen, wer hinter diesen Hassreden und Volksverhetzungen steckt.“

Im Internet wurde mittlerweile auch eine Onlinepetition gestartet, welche leider jedoch recht ziellos ist. Dennoch haben mittlerweile über 7.000 Personen diese Petition unterzeichnet.

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1 Comment
  1. […] Nach einem neuerlichen homophoben Erguss nach dem Ableben des deutschen Entertainers Dirk Bach gründete der “Bruno Gmünder Verlag” im Oktober die Initiative “Stoppt kreuz.net” und setzte ein “Kopfgeld” für Hinweise auf die Hintermänner/-frauen des Hetzportals aus (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Kurz darauf erstattete der deutsche “Lesben und Schwulenverband (LSVD) Strafanzeige wegen Volksverhetzung (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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