‚Komische Neigung‘: Richard Lugner mit nächstem homophoben Rülpser

Bild: Screenshot Puls 4In einem Interview mit dem TV-Sender „Puls 4“ hat der österreichische Bauunternehmer und Besitzer der Lugner City, Richard Lugner, erneut sein homophobes Weltbild „zum Besten gegeben“. Nachdem Lugner von ORF-Moderator Alfons Haider wegen seiner gekauften Ballbegleitungen kritisiert wurde, gingen beim „Mörtel“ die Sicherungen durch.

Jedes Jahr besucht Richard „Mörtel“ Lugner mit einem gekauften Star oder oftmals einer längst verglühten Sternschnuppe den Wiener Opernball. Das hat der ORF-Moderator, Entertainer und offen schwuler Alfons Haider kritisiert und die Gäste von Lugner laut Medienberichten als „unwürdig“ bezeichnet. Weiters sagte Haider:

„Dieser Mensch, den ich nicht beim Namen nennen möchte, ruiniert mit seinem Getue den Opernball Der Ball ist der Star der Nacht, nicht eine einzelne Person. Ob eine Kim Kardashian mit ihrem Riesenarsch kommt oder nicht, ist völlig wurscht!“

Schon 2014 hatten Haider und Lugner einen Streit, doch 2015 eskalierte dieser vollends – und Lugner zeigte erneut sein homophobes Gedankengut.

„Komische Neigung“: Lugner hetzt gegen Homosexuelle

Im Interview mit dem TV-Sender „Puls 4“ wettert der Baumeister gegen Alfons Haider und seine sexuelle Orientierung. So bezeichnete Lugner Haider als „homosexuellen Vogel“ und weiter:

„Er glaubt, weil er homosexuell ist und dieser Lobby angehört, ist er ein Herrenmensch. Er ist einfach ein gewöhnlicher Mensch wie wir alle mit einer komischen Neigung.“

Schließlich erteilte Lugner Haider noch den Rat, dass er glücklich sein könne, nicht in Russland zu leben und zog einen Vergleich zu seiner (für ihn einzig normal betrachteten sexuellen Orientierung) aktuellen Frau, in den Zwanzigern:

„Meine geschlechtliche Neigung ist, ich habe eine Frau. Er soll froh sein, dass er nicht in Russland oder wo lebt, da würde er nicht so behandelt werden wie hier in Österreich. Und er soll froh sein, dass er seinen Neigungen nachgehen kann, ohne dass es jemanden stört“

Zuvor äußerten die „Botox-Boys“, dass sie am Opernball Richard Lugner die Show stehlen wollen. Diese Ansage dürfte Lugner, der gerne der Mittelpunkt des Universums ist, nicht geschmeckt haben. In der Loge der „Botox-Boys“ wird auch Helmut Berger gemeinsam mit seinem Freund Platz nehmen. In Richtung dieser homosexuellen Männer ätzte Lugner:

„Ich kenne die Botox-Boys nicht. Ich weiß nur, dass Helmut Berger und sein Freund (Florian Wess, bekannt auch als einer der Botox-Boys, Anm. d. Red. ) in einer Loge sitzen. Da wird der Opernball ja zum Homo-Fest! Da passt der Alfons Haider gut dazu. Der lästert ja auch über Frauen mit großen Ärschen. Und so einer darf den Opernball moderieren!“

Schon in der Vergangenheit hetzte Lugner gegen Homosexuelle

Der jetzige „homophobe Rülpser“ Lügners war nicht seine erste Hetze gegen Homosexuelle. Im Jahr 2012 erklärte Lugner (thinkoutsideyourbox.net berichtete) auf die Veganerin Pamela Anderson, ebenfalls bereits sein Gast am Opern Ball, der zuvor in der Pokerrunde als Fauxpax Nahrung mit Fleisch und Meerestieren gereicht wurde:

“Ein Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage, das überlasse ich anderen diese Späße”.

Nicht nur, dass der Vergleich mit der bewussten Entscheidung vegan zu leben und homosexuellen Orientierung, zu der mensch sich nicht bewusst entscheidet, sondern diese nicht beeinflussbare Orientierung lediglich “annimmt”, völlig fehl am Platz ist, stellt er noch eine weitere seltsame Aussage auf:

“Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen kreigt man… Wird man aidskrank.”

Nach diesen diskriminierenden Aussagen wurde Lugner von Life Ball-Organisator Gery Keszler in einem öffentlichen Brief ausgeladen. Anfang 2014 wetterte Lugner auch gegen die österreichische Songcontest-Starterin Conchita Wurst, wo er meinte

Mann oder Frau – man sollte sich bekennen. Nur weil sie ein Schwan­zerl hat, muss sie nicht gewinnen.“

Der Rest ist Song Contest Geschichte und Richard Lugner verstummte.

Konsequenterweise sollte nun Opernball-Veranstalterin Desirée Treichl-Stürgkh Richard Lugner ausladen und ihm keine Bühne für seine hetzerischen, homophoben und verletzenden Aussagen zu bieten.

(Bild: Screenshot Puls 4)
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