Kindeswohl: Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien fordert Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

Am Donnerstag hat die „Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien“ die Gleichstellung aller Familien gefordert und dazu gehört auch um das Kindeswohl bestmöglich zu schützen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, damit die Kinderrechte in vollem Umfang gewahrt sind.

Der Druck auf die Bundesregierung von SPÖ-Bundeskanzler Werner FAymann und seinem Vize Reinhold Mitterlesner (ÖVP) wird immer größer, endlich für gleiche Eherechte für Lesben und Schwule und gleichen Schutz von (Regenbogen)Familien zu sorgen.

Der Petitionsausschuss im Parlament, der letzte Woche erstmals die „Parlamentarische Bürgerinitiative Ehe gleich“ zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare thematisierte und von bereits über 45.000 Personen unterstützt wird (thinkoutsideyourbox.net berichtete), hat die Bundesregierung und im Konkreten die zuständigen MinisterInnen Wolfang Brandstetter (Justiz, ÖVP) und Sophie Karmasin (Familien, ÖVP) aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben, wieso das Eheverbot noch immer besteht (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Auch „Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien“ fordert Ehe-Öffnung

Nachdem bereits zehntausende Menschen die Ehe-Öffnung fordern, hat bereits zuvor der „UN Menschenrechtsrat“ Österreich aufgefordert, für gleiche Eherechte für gleichgeschlechtliche Paare zu sorgen.

Anlässlich der Klage von 5 Kindern gegen das Eheverbot für gleichgeschlechtlich liebenden Eltern vor der Verwaltungsgericht (thinkoutsideyourbox.net berichtete), wo der Anwalt der Familien, Dr. Helmut Graupner vom „Rechtskomitee Lambda (RKL)“ zuversichtlich ist, dass das Gericht im Jänner oder Februar 2016 ein Urteil im Sinne des Kindeswohls verkünden oder womöglich gleich eine Aufhebung des Eheverbots beim Verfassungsgericht beantragen könnte, hat nun auch die „Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien“ die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefordert, um das Kindeswohl bestmöglich zu sichern, denn:

„Die rechtliche Situation in Österreich benachteiligt nicht nur die Rechte der Eltern, sondern wirkt sich auch auf die Situation der Kinder aus.Das Gesetz bringt sie gegenüber anderen Kindern in eine unterschiedliche Situation. Das Eheverbot für ihre Eltern vermittelt ihnen, dass ihre Familien nicht vollständig gleichwertig gegenüber den Familien anderer Kinder seien.“

Sämtliche wissenschaftlich anerkannte Studien belegen, dass das Kindeswohl nicht von der Zusammensetzung der Familie abhängig ist, sondern von Faktoren wie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit, die dem Kind entgegen gebracht wird, wie der klinische Psychologe „Dr. Mario Lehenbauer-Baum in einem Gastbeitrag auch ausführte.

Ehe-Öffnung sorgt für Sicherung des Kindeswohls

Auch UNICEF und beispielsweise auch die Vereinigung der amerikanischen Kinderärzte treten daher für die vollständige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und Familien ein.

Die vollständige Gleichstellung der Eltern stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, weil ihre Familie als vollwertig anerkannt ist, sondern baut auch Diskriminierungen ab und fördert damit das Kindeswohl.

Eine Gleichstellung besteht bereits jetzt bei der Stiefkindadoption, im Bereich der medizinisch unterstützten Fortpflanzung, der automatischen gemeinsamen Elternschaft sowie bei der Elternschaftsanerkennung; ab dem nächsten Jahr auch volle Adoptionsrechte. Da damit gleichgeschlechtliche Paare ab dem Jahr 2016 die gleichen Familiengründungsrechte wie heterosexuelle Paare haben, ist die Ehe-Öffnung gefordert.

In ganz West- und Nordeuropa, in Nordamerika und dem Großteil von Südamerika sowie auch in anderen Ländern besteht dieses Heiratsverbot nicht.

Aus diesem Grund ist es auch nicht nachvollziehbar so Monika Pinterits und Nie Napfs von der „Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien“, dass die Eltern der Kinder in diesen Familien nach wie vor nicht heiraten dürfen.

Es gibt kein Sachargument, das gegen die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare spricht (thinoutsideyourbox.net berichtete). Im Gegenteil, gleiche Eherechte sind längst überfällig.

(Bild: Initiative Ehe Gleich)
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