Kanada: Trudeau-Regierung: Wenn gesellschaftliche Realität abgebildet wird

Anfang November hat Justin Trudeau und seine liberale Partei die Wahlen in Kanada gewonnen und schon kurze Zeit später präsentierte der neue Premierminister sein neues Kabinett. Dabei machte Trudeau bislang alles richtig, bildet in seiner Regierung die gesellschaftliche Realität ab und ist ein jahrelanger Unterstützer von LGBT-Rechten.

Das neue Kabinett von Justin Trudeau ist getragen von Vielfalt. Der Premierminister hat in kurzer Zeit ein Kabinett gebildet, dass als Vorbild für viele Regierungen weltweit gelten sollte, denn noch immer gibt es für Frauen die „Gläserne Decke“, werden Personen mit Migrationshintergrund in der Politik kaum berücksichtigt und auch LGBTs sind selten offen in öffentlichen Ämtern vertreten.

Kanadas Regierung Abbild der Realität

In Kanada ist vieles anders. Trudeaus Kabinett bildet die gesellschaftliche Vielfalt, in der wir heute leben ab. So hat er das Kabinett mit 50 % Frauen und Männern besetzt. Damit katapultiert sich Kanada auf Platz 3 der Geschlechtergleichheit von weltweiten Regierungen, „geschlagen“ nur von Finnland und Schweden war die Mehrheit der Regierung Frauen sind.

Bei der Vorstellung seines Kabinetts erklärte Trudeau völlig unaufgerecht auf die Frage, warum ihm die Vielfalt und die Geschlechtergleichstellung wichtig war:

„Weil wir 2015 haben.“

Doch Trudeaus MinisterInnenriege gehören auch zwei offen schwule Minister, eine Ministerin, die als Flüchtling ins Land gekommen ist, Minister mit Migrationshintergrund, eine Ministerin mit Abstammung der kanadischen Ureinwohner und einen Vertreter der Inuit.

Diversität ist Realität und es ist erfreulich, wenn ein Regierungschef dies völlig unaufgeregt und mit einer Selbstverständlichkeit nach außen trägt, wie sie leider noch viel zu selten passiert.

Trudeau mit Regenbogenfamilie

Kanada hat bereits vor 10 Jahren die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet und LGBT-Rechte sind weithin anerkannt. Dennoch sorgte ein Foto auf Facebook für Furore, das der LGBT-REchtsaktivist Laurent Mccutcheon auf seinem Facebook-Profil postete.

Es zeigt Trudeau mit dem Dienstältesten offen schwulen Parlamentsmitglied in Kanada, Scott Brilon und seinen Mann, sowie deren beiden Kinder. Eines hält Trudeau auf seinen Arm.

Unter dem Foto kommentierte McCotcheon:

„Nur wenige Länder sind so offen, wie Sie hier sehen.“

Aktivist für LGBT-Rechte

Doch Trudeau ist bereits ein langer Aktivist für LGBT-Rechte, auch abseits von Wahlkämpfen. So besucht er jährlich mit seiner Familie mindestens einen CSD, um auch so seine Solidarität mit und für die LGBT-Community zu zeigen.

Als Premierminister hat er darüber hinaus eine Reihe von Maßnahmen versprochen. So will er die Rechte von Transgender besser schützen, das Blutspendeverbot für homosexuelle Männer aufheben und die verstärkte Ernennung von LGBT-Personen in die Regierungsverantwortung. Letzteres hat er bereits umgesetzt.

Trudeaus Unaufgeregtheit und dem völligen selbstverständlichen Umgang mit Vielfalt sollten sich viele Regierenden auf der Welt zum Vorbild nehmen auch den Vorsprung Kanadas bei LGBT-Rechten sich als Ansporn nehmen, für gleiche Rechte für alle zu sorgen.

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