Schwere Polizeigewalt gegen LGBT bei Istanbul Pride

Die Polizei ging beim kurzfristig untersagten CSD in der Bosporus-Metropole äußerst gewalttätig gegen friedliche TeilnehmerInnen des „Instanbul Pride“ vor und trieb zehntausende Menschen mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen auseinander. 

Die Türkei von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterdrückt weiter LGBTs und schreckt auch vor Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und transidente Personen nicht zurück. Das zeigte sich ein weiteres Mal beim am Sonntag durchgeführten „Istanbul Pride“.

Polizeigewalt gegen friedliche CSD-TeilnehmerInnen

Die türkische Polizei ist am Sonntag, wie „AFP“ berichtet, mit massiver Gewalt gegen friedliche TeilnehmerInnen des CSD in der Metropole am Bosporus vorgegangen.

Spezialeinheiten gingen mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern gegen die DemonstrantInnen vor, die sich in der Innenstadt Istanbuls versammelt hatten, um gegen Homophobie und Transphobie zu demonstrieren.

Bereits vor der Eskalation waren in der Innenstadt große Polizeiaufgebote postiert. Die Behörden schritten ein, als laut Berichten Sprechchöre der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert wurde.

Twitter: Bilder zeigen Gewalt durch Polizei

Zahlreiche Meldungen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bestätigen die ersten Berichte über die gewalttätigen Übergriffe durch die Polizei auf friedliche DemonstrantInnen und vor allem den massiven Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen.

Video belegt unfassbare Gewalt durch Wasserwerfer

Die Behörden begründeten das Vorgehen gegen die Demonstration damit, dass während des islamischen Fastenmonats Ramadan keine Kundgebung hätte stattfinden dürfen.

Dabei wurde der CSD von der Stadtverwaltung, die von der islamisch-konservativen AKP (Partei von Präsident Erdogan) gestellt wird, erst unmittelbar vor dem Start untersagt und nachdem sich bereits zehntausende Menschen für die LGBT-Demonstration im Stadtbezirk Beyoglu  eingefunden hatten.

Die behördlichen Gewalttaten gegen LGBTs, die friedlich für ihre Rechte demonstrieren, zegien, dass es jeden Tag aufs neue gilt, für LGBTI-Rechte zu kämpfen, denn der Kampf ist noch lange nicht vorbei, aber: Die Liebe gewinnt. Sie muss. Sie wird.

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