Homophobie: Vandalenattacke gegen HOSI Salzburg

Homophobie ist auch im Jahr 2015 leider noch immer trauriger Alltag und es ist höchst an der Zeit, dass Hassverbrechen auch von polizeilicher Seite erfasst werden. Erneut zeigt sich die Alltagshomophobie an einem Vandalenakt an der Hausmauer der „HOSI Salzburg“, wo eine eine Botschaft an LGBTs aufgesprayt wurde.

Erst im Sommer hat sich ein brutaler Überfall auch zwei lesbische Frauen in Wien ereignet (thinkoutsideyourbox.net berichtete), im September wurden zum wiederholten Mal das Lesben- und Schwulenhaus, die „Rosa Lila Villa“ an der Linken Wienzeile in Wien homophobe Drohungen aufgesprayt und mussten Sachbeschädigungen zur Anzeige gebracht werden (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

HOSI Salzburg: Homophober Vandalenakt

Nun wurde – ebenfalls nicht zum ersten Mal – die „HOSI Salzburg“ Ziel von homophoben Vandalen. Auf der Fassade des Gebäudes, in dem sich die „HOSI Salzburg“-Zentrale befindet, wurde eine homophobe Botschaft hinterlassen.

Serie homophober Vandalenakte und Attacken in Salzburg

In Salzburg kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu ganz offensichtlich homophob motivierten Vandalenakten und Attacken.

Anlässlich des „Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie“ werden regelmäßig auf der Staatsbrücke im Herzen der Mozartstadt Regenbogenbogenfahnen als Zeichen für Akzeptanz und Toleranz gehisst, welche nach 2014 auch heuer wieder von Vandalen herunter gerissen wurden (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Im Frühjahr wurden gar auf das „HOSI Salzburg“-Zentrum drei Schüsse abgefeuert, wo glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen sind (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Viele Hassverbrechen gegen LGBT 

Nachdem seitens der Behörden und dem Innenministerium keine Zahlen zu Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität der Opfer erhoben werden, hat der Verein „GayCops Austria“ im Rahmen einer Studie schockierende Zahlen erhoben, die zeigen, dass Homophobie und Gewalterfahrungen trauriger Alltag im 21. Jahrhundert in Österreich sind.

Insgesamt gibt es rund 277.500 LGBTIQ in Österreich. Insgesamt 660 Menschen aus der Community haben an der Studie anonym teilgenommen. Die Ergebnisse der Erhebung der „GayCops Austria“ und der „IG Soziologie“ in Graz sind erschreckend: nämlich fast 50% (auf die LGBTIQ-Personen in Österreich hochgerechnet, sind das 17.000) aller 37.659 Fälle angezeigten Körperverletzungen sind Hassverbrechen gegen LGBTI. Bei den Angriffen wurden 62,96 % leicht, 18,52 % schwer verletzt.

Mehr als 50 % aller StudienteilnehmerInnen wurden im letzten Jahr aufgrund ihrer sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität beleidigt und mehr als 20 % gar bedroht. Eine Zusammenfassung gibt es hier zum Nachlesen.

Wann endlich gleicher Schutz und gleiche Rechte?

Die Sicherheitsbehörden und Politik sind gefordert, endlich tätig zu werden, für gleiche Rechte und gleichen Schutz für alle zu sorgen.

Die Ehe muss für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden, da ihre Liebe gleichwertig ist, LGBTIQs vor Diskriminierung geschützt und Hassverbrechen von den Sicherheitsbehörden erfasst werden, um Maßnahmen gegen Homophobie und Transphobie setzen können.

Es ist Zeit, damit jede Liebe den gleichen Schutz, die gleichen Rechte, Respekt und Akzeptanz genießt.

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