Geringer Rückgang: 172 Eingetragene Partnerschaften im 1. Halbjahr 2013

Die ‚Statistik Austria‘ hat diese Woche die Anzahl der im ersten Halbjahr 2013 geschlossenen Eingetragenen Partnerschaften veröffentlicht. Insgesamt haben in den ersten sechs Monaten 172 gleichgeschlechtliche Paare eine Eingetragene Partnerschaft bei den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden geschlossen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang von 3,4 %. Wie bereits in der Vergangenheit wurden auch in 1. Halbjahr 2012 mit Abstand die meisten Eingetragenen Partnerschaften in Wien begründet.

Waren es in den ersten sechs Monaten seit Einführung des Rechtsinstitutes der Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule am 1. Jänner 2010 noch 429 gleichgeschlechtliche Paare, die eine Eingetragene Partnerschaft eingingen (thinkoutsideyourbox.net berichtete), waren es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 202 lesbische und schwule Paare (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Im Jahr 2012 gab es im gleichen Zeitraum einen weiteren leichten Rückgang auf 178 PartnerInnenschaftsbegründungen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

172 Paare sagten „Ja, ich will“ im 1. Halbjahr 2013

Im Zeitraum Jänner bis Juni 2013 wurden auf den – leider – dafür zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden eintragen lassen, wie die „Statistik Austria“ am 26. August 2013 verkündete. Gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres ist dies ein kleiner Rückgang von 3,4 %.

Wie schon in den vorangegangenen Zeiträumen wurde auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 eine Mehrheit aller Eingetragener Partnerschaften von Männer-Paaren geschlossen, mit einem Anteil von 55,2 %. Jedoch trifft dies nur mehr auf die Bundesländer Salzburg (85,7 %), Wien (62,7 %), Oberösterreich (54,5) und die Steiermark (53,3 %) zu.

Geringer landesweiter Rückgang um 3,4 %

Weiters zeigt sich in den einzelnen Bundesländern eine unterschiedliche Entwicklung. So verzeichnete das wechstlichste Bundesland, Vorarlberg einen Zuwachs an Verpartnerungen von 800 % auf 9 gegenüber dem ersten Halbjahr 2012. Zuwächse gab es auch in Tirol (+ 30 % auf 17), Salzburg (+ 16,7 % auf 7), Kärnten (+ 60 % auf 8) und dem Burgenland (+ 50 % auf 3).

Rückgänge an Verpartnerungen verzeichneten die Steiermark (- 16,7 % auf insgesamt 15), Oberösterreich (- 45 % auf 11), Niederösterreich (-32,1 % auf 19) und Wien (- 2,4 %).

Großteil der Verpartnerungen in Wien

Die österreichische Bundeshauptstadt Wien zeichnet – wie auch schon in den vorangegangenen Jahren – für einen Großteil der Verpartnerungen verantwortlich. Allein in der Bundeshauptstadt wurden in den ersten sechs Monaten insgesamt 83 Schließungen von Eingetragenen Partnerschaften durchgeführt.

Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres entspricht dies einem minimalen Rückgang von 2,4 % in Wien und einem landesweiten Gesamtanteil an Schließungen von Eingetragenen Partnerschaften von 48,3 %.

Nationalitäten der Eingetragenen PartnerInnen

Bei 62,8 % der geschlossenen Eingetragenen Partnerschaften hatten beide PartnerInnen die österreichische StaatsbürgerInnenschaft. In 30,8 % der Verpartnerungen hatte eine/r der PartnerInnen die österreichische StaatsbürgerInnenschaft. 6,4 % der Eingetragenen Partnerschaften wurden von Paaren geschlossen, wo keine/r der PartnerInnen die österreichische Staatsbürgerschaft besaßen.

(Bild: anthony kelly – CC-BY-2.0 – Flickr)
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