Eurovision Song Contest Gewinnerin Loreen unterstützt Belgrade Pride

Die „Belgrade Pride“, die im Jahr 2011 von den Behörden untersagt wurde und in den Jahren zuvor mehrmals Ziel von gewaltbereiten GegendemonstrantInnen wurde, erhält prominente Unterstützung. Die Gewinnerin des diesjährigen Eurovision Song Contest, der 2012 in Baku stattfand, solidarisiert sich mit den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transidenten Personen in Serbien, wie sie in einem kurzem Video mitteilt.

Im Jahr 2011 wurde die „Belgrade Pride“ von den Behörden kurzfristig abgesagt (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Als Begründung wurden Sicherheitsbedenken genannt. Damit wurde der LGBT-Community Serbiens ein fundamentales Grundrecht, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist, verweigert – das Recht auf Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Anstatt einer Absage hätten die Behörden alles unternehmen müssen, um Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsrecht zu garantieren. Stattdessen kapitulierten sie vor gewaltbereiten GegendemonstrantInnen und der leider weit verbreiteten Homophobie im Land. Die AktivistInnen haben sich jedoch nicht unterkriegen lassen und haben stattdessen einen FlashMob abgehalten (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Loreen solidarisiert sich mit Belgrade Pride

Wie es im heurigen Jahr aussieht, ist noch schwer abzuschätzen. Hoffentlich haben die serbischen Behörden aus den vergangenen Jahren gelernt und schützen die Kundgebung ausreichend vor diversen Gegendemonstrationen und möglicher gewalttätiger Übergriffe, wie sie 2010 passierten (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Die Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2012, die Schwedin Loreen, die bereits in Aserbaidschan sich politisch engagierte und mit der Opposition traf, solidarisiert sich nun auch mit der LGBT-Community Serbiens. Hier ihre YouTube-Botschaft:

Die Belgrade Pride 2012 soll von 30. September bis 7. Oktober in der serbischen Hauptstadt Belgrad stattfinden und ein Zeichen für Toleranz, Akzeptanz und Viefalt in der serbischen Gesellschaft setzen.

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