Einzig GleichstellungsgegnerInnen handeln wider dem Kindeswohl, nicht Lesben und Schwule

Immer und immer wieder wird von GleichstellungsgegnerInnen bei der Frage nach dem Adoptionsrecht, der völligen Gleichstellung von Lesben und Schwulen bei Fragen des Familienrechts, das Kindeswohl in Frage gestellt und die Behauptung aufgestellt, dass dieses in Regenbogenfamilien nicht gegeben sei. Nun belegt eine weitere Studie – neben vielen anderen – das Faktum, dass Kinder sich in Regenbogenfamilien gut entwickeln und das Kindeswohl gegeben ist. In Anbetracht sämtlicher wissenschaftlich anerkannter Untersuchungen handeln einzig die GleichstellungsgegnerInnen wider dem Kindeswohl.

Die Argumente sind immer die gleichen, wenn GleichstellungsgegnerInnen auf ihrem ideologischen Rückzugsgefecht gegen gesellschaftliche Realitäten mit hetzerischen und nachweislich falschen, weil von sämtlichen wissenschaftlich, anerkannten Studien und Untersuchungen widerlegten, Aussagen gegen die völlige Gleichstellung von Lesben und Schwulen sowie das Anerkennen von Regenbogenfamilien wettern, wie erst jüngst der BZÖ-Politiker Martin Stiglmeyr (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Australien: Kinder in Regenbogenfamilien gesünder als im Durchschnitt

Doch auch die in den Regierungen in Österreich und Deutschland sitzen konservativen „Volksparteien“ scheuen nicht davor, mit nachweislich nicht haltbaren Aussagen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und die NICHT-Absicherung von Kindern in Regenbogenfamilien fortzusetzen.

Sämtliche Studien zum Kindeswohl, die auf wissenschaftlichen Kritieren basieren und wissenschaftlich anerkannt sind, darunter eine Langzeitstudie aus den USA (thinkoutsideyourbox.net berichtete), belegen, dass es beim Kindeswohl nicht – wie von GleichstellungsgegnerInnen immer argumentiert – auf die Zusammensetzung der Familie, sondern viel mehr auf Liebe, Fürsorge, Geborgenheit ankommt, die dem Kind/den Kindern zuteil wird.

Eine Untersuchung aus Australien bestätigt auf ein neues diese bereits wissenschaftlich belegten Fakten. Bei der australischen Untersuchung wurden 500 Kinder am gesamten Kontinent zu wichtigen Faktoren wie Selbstwertgefühl, emotionale Kompetenz und die Zeit, welche die Kinder mit den Eltern verbringen, untersucht.

Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, wie haltlos die Argumente gegen die Gleichstellung sind, denn Kinder in Regenbogenfamilien schnitten besser als der nationale Durchschnitt ab, wodurch die Gesundheit der Kinder im allgemeinen besser und der Familienzusammenhalt ebenfalls besser sind.

Die StudienautorInnen stellten anhand der Ergebnisse die Hypothese auf, dass Kinder – bei allfälligen Stigmatisierungen in der Schule – mit den gleichgeschlechtlich liebenden Eltern besser über die Erfahrungen sprechen können, weil von seiten der dieser mehr Wille gegeben ist, sich mit den Kindern zu befassen und über Themen zu sprechen.

Größte US-KinderärztInnenvereinigung: Kindeswohl gegeben

Immer wieder hört mensch, es handelt sich um gesellschaftspolitische Experimente, wenn Lesben und Schwule das Adoptionsrecht bekommen. Doch in Wahrheit sind dies keine gesellschaftlichen Experimente, denn Regenbogenfamilie sind gelebte Realität.

Es muss einzig und allein die regierende Politik endlich – nach viel zu langer Zeit der Rechtsunsicherheit, dass Familien zerrissen werden können, nur weil es sich um keine Familie nach dem traditionellen Familienbild handelt, die  Gesetze an diese Realität anpassen.

Wie erklärte die us-amerikanische KinderärztInnenvereinigung “American Academy of Pediatrics (AAP)” im März 2013 (thinkoutsideyourbox.net berichtete) anlässlich der ersten mündlichen Verhandlung vor dem „US Supreme Court“ zur Abschaffung des „Defense of Marriage Act“, was auch von Erfolg gekrönt war (thinkoutsideyourbox.net berichtete):

“Um eine optimale Gesundheit und das Wohlergehen aller Kinder zu fördern, unterstützt die ‘American Academy of Pediatrics (AAP)’ den Zugang für alle Kinder zu (1) Zivileherechten für ihre Eltern und (2) bereiten und fähigen Pflege-und Adoptiveltern, unabhängig von der sexuellen Orientierung ihrer Eltern. Die AAP ist seit jeher ein Verfechter für und entwickelt Strategien, um die optimale körperliche, geistige und soziale Gesundheit und Wohlbefinden aller Säuglinge, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, zu unterstützen.”

Weiters fordert die ”American Academy of Pediatrics”, dass das Adoptionsrecht reformiert wird und es Einzelpersonen, nicht leiblichen Personen erlaubt wird, unabhängig der sexuellen Orientierung, (Stief)Kinder zu adoptieren und einzig das Kindeswohl in den Vordergrund gestellt wird.

“Wissenschaftliche Beweise bestätigen, dass Kinder ähnliche Entwicklungen und emotionale Bedürfnisse erfahren und gleiche Elternschaft erhalten, unabhängig davon, ob sie von verschieden- oder gleichgeschlechtlichen Eltern erzogen werden.”

Getarnte Homophobie

Im Grunde haben GleichstellungsgegnerInnen längst keine rationalen  Gründe mehr (thinkoutsideyourbox.net berichtete) – es wird einzig das Kind(eswohl) als Vorwand genommen, um ihre Homophobie und Ablehnung gegenüber Lesben und Schwulen zu tarnen.

Alle Handlungen, die dem Kindeswohl entgegen stehen, sind in Anbetracht der wissenachftlich belegten Tatsachen grob fahrlässig. Das Verweigern der rechtlichen Absicherung von Kindern in Regenbogenfamilien ist eben genau jenes – fahrlässig und das Kindeswohl gefährdend.

Das Idealbild ist nicht die traditionelle Familie, bestehend aus Vater-Mutter-Kind(er). Ein Idealbild ist, wenn sich ein Elternteil oder beide Elternteile unabhängig der sexuellen Orientierung fürsorglich und liebevoll um das Kind oder die Kinder kümmern. Das ist Familie. Das ist Geborgenheit. Das ist das Beste für das Kind. Das ist Kindeswohl.

(Bild: thinkoutsideyourbox.net)
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8 Comments
  1. […] Einzig GleichstellungsgegnerInnen handeln wider dem Kindeswohl, nicht Lesben und Schwule — Immer und immer wieder wird von GleichstellungsgegnerInnen bei der Frage… […]

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  3. […] Zukunft für alle BürgerInnen zu machen ist und die selbst ernannte Familienpartei “wider dem Kindeswohl” handelt. Die ÖVP ist und bleibt offen homophob – aus […]

  4. […] Lesben und Schwule hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und damit wider dem Kindeswohl handelt (thinkoutsideyourbox.net berichtete), die Bezirksvorsteherin der “Inneren Stadt, Ursula […]

  5. […] diesen Aussagen handelt die ÖVP wider dem Kindeswohl und bedient sich ungeniert längst widerlegten “Argumenten” von […]

  6. […] Günther mit altbekannten “Argumenten”, die jedoch allesamt längst widerlegt sind (thinkoutsideyourbox.net berichtete), […]

  7. […] diesen Aussagen und der betriebenen Politik handelt die ÖVP wider dem Kindeswohl und bedient sich ungeniert längstwiderlegten “Argumenten” von […]

  8. […] all diesen Aussagen und politischen Forderungen handelt die ÖVP wider dem Kindeswohl, wider einer weltoffenen Gesellschaft und bedient sich ungeniert längst widerlegten […]

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