‚Ein unmoralisches Angebot‘: 50 Millionen Euro für Hochzeit mit lesbischer Tochter

Der Immobilien-Tycoon und Milliardär Cecil Chao aus Hongkong machte seiner Tochter ein öffentliches Angebot. Wenn sie einen Mann heiratet, dann werde er 50 Millionen Euro bezahlen. Daraufhin meldeten sich bereits ca. 2.000 Männer, die sich mit der in Paris lebenden Gigi Chao vermählen möchten. ‚Schönheitsfehler‘ an dieser Sache: Die Tochter ist lesbisch und lebt mit ihrer Partnerin in einer ‚Eingetragenen Partnerschaft“ in Frankreich.

Der Milliardär und Immobilien-Tycoon aus Hongkon hat seiner in Paris lebenden Tochter ein öffentliches Angebot unterbreitet. Wenn sie einen Mann heiratet, dann würde er 500 Millionen Hongkong-Dollar (rund 50 Millionen Euro) „springen“ lassen. Auf dieses öffentliche Angebot meldeten sich bei der 33-jährigen Gigi Chao, die in Paris lebt, über 1.500 Männer, die das Herz der Frau erobern möchten und sie (wohl auch des Geldes wegen) heiraten möchten.

Der Vater erklärte gegenüber der Zeitung „The South China Morning Post“, dass er eine lesbische Hochzeit für „falsch“ erachte und daher das Angebot unterbreitete. Das Geld solle laut Cecil Chao nicht dem Mann zur freien Verfügung stehen, sondern „zweckgebunden“ zum Aufbau eines eigenen Unternehmens dienen.

Der Vater negiert bei diesem Angebot jedoch, dass seine Tochter seit über sieben Jahren mit ihrer Lebensgefährtin zusammen ist. Vor etwa fünf Monaten gingen die beiden Frauen eine Eingetragene Partnerschaft (PACS) in Paris ein und schlossen so „den Bund für’s Leben“.

Gigi Chao: „Ausdruck der väterlichen Lieben“

Gigi Chao hat auf das öffentliche Angebot ihres Vaters mittlerweile über 1.500 Bewerbungen von Männern bekommen, die um ein Date bitten oder sie heiraten möchten. In einem Interview erklärt sie, dass hier durchaus ernstgemeinte Anschriften dabei waren, jedoch teilweise Männer auch Nacktfotos übermittelten.

Bei einigen Männern konnte sie erkennen, so Chao weiter, dass diese wirklich Recherche über ihr Leben betrieben hätten und so über ihren Background wissen. Andere wiederrum ließen ihrer poetischen Ader freien Lauf.

Ihrem Vater ist sie für dieses öffentliche Angebot nicht böse, im Gegenteil, sie ist „berührt„. Es sei ein Ausdruck der väterlichen Liebe und in Hongkong eben öffentlich nur eine heterosexuelle Ehe anerkannt werde. Sie erklärte jedoch weiter, dass ihr Vater sie durchaus akzeptiere und sie nicht „ablehne„:

„Am Beginn war ich davon unterhalten und dann verwandelte es sich in die Realisierung und Überzeugung, dass ich ein wirklich glückliches Mädchen bin, so einen liebevollen Vater wie ihn zu haben, denn es ist wirklich süß von ihm, soetwas als Ausdruck seiner väterlichen Liebe zu tun.“

Auch wenn Gigi Chao verdeutlicht, dass ihr Vater sie und ihre sexuelle Orientierung akzeptiert, sei dies bei ihrer Mutter gänzlich anders. Als ihre Mutter von ihrer sexuellen Orientierung erfuhr, brach sie den Kontakt ab.

Gigi Chao: LGBTs wurden sichtbarer

Auch wenn Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in den vergangenen Jahren in Hongkong sichtbarer geworden sind und verstärkt für ihre Rechte kämpfen, ist es leider noch immer Faktum, dass die sexuelle Orientierung/Identität abseits der vermeintlichen Heteronormativität in breiten Bevöklerungsschichten nicht akzeptiert wird.

Gigi ist überzeugt, dass Homosexuellen-Rechte  zunehmen werde, aber es noch sehr viel Arbeit bedarf, um die Gesellschaft zu überzeugen, dass Homosexualität eine völlig normale sexuelle Orientierung ist.

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