Diversity-Preis meritus 2013 geht an MedUni Wien, Boston Consulting Group und brainworker

Gestern wurde der Diversity-Preis ‚meritus – lesbisch schwul ausgezeichnet‘ im Rahmen einer Gala in der WKO Sky Lounge vergeben. Die Boston Consulting Group und brainworker sind die Gewinner_innen des Preises in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter_innen. In der Kategorie über 250 Mitarbeiter_innen darf sich die MedUni Wien über den meritus freuen. Prämiert wurden die Unternehmen für ihr vorbildhaftes Diversity-Management in der Dimension sexuelle Orientierung. 


„Es ist schön zu beobachten, dass Unternehmen in den letzten Jahren immer mehr Engagement in Richtung Wertschätzung, Akzeptanz und Gleichwertigkeit von Mitarbeiter_innen zeigen und somit die Wichtigkeit dieses Themas unterstreichen. Aber es ist noch immer viel zu tun“, so Markus Knopp, Präsident der agpro. „Mit dieser Verleihung wollen wir Vorzeigeprojekten eine Bühne bieten und aktive Unternehmen honorieren. Wir wollen aber auch alle anderen motivieren, Diversität zu leben und zu nutzen“ ergänzt Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women.

Mag.a Ines Stilling, Sektionschefin der Frauensektion im BKA und Dr.in Anna Ritzberger-Moser, Sektionschefin im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Kosumentenschutz überreichten die Trophäen. Unter den zahlreichen Gratulant_innen waren Dr. Paulus Stuller, Vize-Präsident der WKW, Mag.a Elisabeth Zehetner von der WKO und Moderatorin Eva Pölzl.

Die hochkarätig besetzte Jury bestehend aus Vertreter_innen der Wirtschaftskammer, des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der Arbeiterkammer Wien, der Wirtschaftsagentur und der Privatwirtschaft sowie Diversity-Expert_innen hat entschieden:

Die Boston Consulting Group hat 106 Mitarbeiter_innen und hebt die Dimension sexuelle Orientierung explizit in ihrer Diversity Richtlinie hervor. Neben einem anonymen Ombudssystem hat das Unternehmen auch Trainings für Führungskräfte implementiert, um die Diskriminierung hintanzuhalten. In der internen Kommunikation sowie in der Unternehmenskommunikation werden LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) Aspekte transportiert. Die umfassenden freiwilligen Sozialleistungen stehen allen Beschäftigten zur Verfügung, unabhängig von deren sexueller Orientierung. Über Präsenz bei Personalmessen präsentiert sich das Unternehmen zusätzlich als LGBT-freundlich.

brainworker ist ein Unternehmen mit 3 Mitarbeiter_innen. Unterschiedliche Lebensformen sind hier selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags und in das Leitbild integriert. Freiwillige Sozialleistungen werden den Beschäftigten und ihren Angehörigen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gewährt. Die Organisation spricht die LGBT Community explizit als Kund_innen an und unterstützt zahlreiche Community Veranstaltungen als Sponsor. Explizit ausgeschlossen werden Lieferant_innen im Falle von offenkundiger Diskriminierung.

Die MedUni Wien mit 5000 Mitarbeiter_innen implementiert Diversity Management intersektionell. Es werden die verschiedenen Diversitätsdimensionen miteinander verknüpft. Mit dieser Strategie können Mehrfachdiskriminierungen erkannt, aufgezeigt und aufgelöst werden. Es gibt eine Steuergruppe in der Organisation, die bereichsübergreifend agiert. Darüber hinaus werden Veranstaltungen und Seminare zum Thema LGBT angeboten und damit die Verbreitung des Diversitätsgedanken forciert sowie Anreize für die Auseinandersetzung in Forschung und Lehre geschaffen.

Der Preis „meritus – lesbisch schwul ausgezeichnet“ wird von österreichischen Unternehmen, vom Bund, den Ländern und den Sozialpartnern unterstützt. Er steht unter dem Ehrenschutz von Kommerzialrätin Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Seit 2009 wird die Auszeichnung biennal von der agpro und den QBW vergeben.

Über die agpro: austrian gay professionals – sind die Vereinigung schwuler und bisexueller Unternehmer, Fach- und Führungskräfte in Österreich. Der Verein ist ein berufliches und gesellschaftliches Netzwerk in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Die agpro besteht seit 1998 und ist überparteilich, aber politisch engagiert.

Über die QBW: Die Queer Business Women sind ein unabhängiges Netzwerk lesbischer Führungskräfte, Unternehmerinnen und Expertinnen, das dem beruflichen, wirtschaftlichen und fachlichen Austausch dient und daran arbeitet, die Sichtbarkeit lesbischer Frauen im Erwerbsleben zu verbessern.

Links:

(Text PA/Bild: SKYunlimited/Barbara Loschan)
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