Defense Of Marriage Act: Was unterscheidet homosexuelle und heterosexuelle SoldatInnen? – Video

Im US-Militär dürfen seit der Abschaffung von ‚Don’t Ask Don’t Tell‘ im Jahr 2011 offen homosexuelle SoldatInnen dienen und müssen ihre sexuelle Orientierung nicht länger verstecken. Dennoch muss das Militär SoldatInnen und ihre Angehörigen aufgrund des ‚Defense Of Marriage Act‘ unterschiedlich behandeln, obwohl die SoldatInnen die gleichen Wunden tragen. Ein Videospot der Initiative ‚Freedom To Marry‘ thematisiert nun diese Diskriminierung.

Zwar hat US-Präsident Barack Obama im Jahr 2011 die von Bill Clinton erlassene „Don’t Ask Don’t Tell“-Regelung, wonach homosexuelle SoldatInnen nur solange im US-Militär dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung oder Identität geheim halten, abgeschafft. Die Abschaffung von „Don’t Ask Don’t Tell“ hatte auch keinerlei Auswirkungen auf die Streitkräfte (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Dennoch muss das Militär und die Behörden homosexuelle und heterosexuelle SoldatInnen samt deren Angehörige weiterhin unterschiedlich behandeln. Grund ist das am 21. September 1996 von US-Präsident Bill Clinton, nach der mehrheitlichen Annahme im US-Senat und Kongresshaus, unterzeichnete US-Bundesgesetz Pub. L. No. 104-199, 110 Stat. 2419 – häufig bezeichnet als „Defense Of Mariage Act (DOMA)“.

Was besagt der „Defense Of Marriage Act“?

Dieses Bundesgesetz besagt, dass für die Bundesregierung die „ehe“ als eine Verbindung zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts definiert ist. Weiters wird kein US-Bundesstaat und keine Bundesbehörde innerhalb der Vereinigten Staaten gezwungen, Ehe von zwei Personen des gleichen Geschlechts, die in einem US-Bundesstaat geschlossen wurden, wo dies ermöglicht ist, anzuerkennen. Daraus resultiert weiters, dass darauf keine Rechte für diese in einem Bundesstaat verheirateten Lesben und Schwule gewährt werden.

Zwar hat die US-Regierung von Präsident Barack Obama angekündigt, den „Defense Of Marriage Act“ nicht länger vor Gericht zu verteidigen und mehrere Bundesgerichte haben bereits mehrfach DOMA für verfassungswidrig erklärt (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Trotz dieser acht Urteile von Bundesgerichten, kann eine US-weite Entscheidung nur vom Obersten Gerichtshof der USA, dem „US Surpreme Court“ gefällt werden. Es wird erwartet, dass sich der Oberste Gerichtshof dieser Angelegenheit annehmen wird und schließlich urteilen wird.

Videospot thematisiert Ungleichbehandlung von US-SoldatInnen

Trotz der jüngsten Erfolge in den USA, wie die gewonnen Volksabstimmungen zur Ehe-Öffnung in drei US-Bundesstaaten (thinkoutsideyourbox.net berichtete), ist in vielen Bereichen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen noch immer trauriges Faktum.

Darauf weist nun die Intiative „Freedom To Marry“ mit einem gelungenen Spot hin.

(Bild: Screenshot YouTube-Video)
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