Christliche Gruppe in Australien: Buschfeuer ‚letzte Warnung Gottes‘ vor Ehe für Lesben und Schwule

Zwar wurde mit der Abwahl von Kevin Rudd und der Übernahme der Macht in Australien durch den ‚verrückten Mönchen‘ Tony Abbott die landesweite Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ‚abgesagt‘, planen Immer mehr Bundesstaaten die Öffnung der Ehe. Nun warnt eine christliche Gruppe in Australien, dass die vor wenigen Wochen verheerenden Buschfeuer im Bundesstaat New South Wales als Warnung Gottes zu verstehen seien.

Bei den Parlamentswahlen im Herbst 2013 übernahm das konservativ-liberale Wahlbündnis rund um den nun amtierenden Premierminister Tony Abbott die Macht in Australien. Damit wurde die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule, die der zuvor amtierende Premierminister Kevin Rudd versprochen hatte, abgewählt (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Bundesstaaten planen Ehe-Öffnung

Dennoch könnte nun in Australien in zumindest dem ein oder anderen Bundesstaat die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet werden. Nachdem das „Australische Hauptstadtterritorium (ACT)“ die entsprechende Regelung verabschiedete (thinkoutsideyourbox.net berichtete), hat auch der Bundesstaat New South Wales erste entsprechende politische Pläne zur Ehe-Öffnung verkündet. Im Bundesstaat Tasmanien dagegen soll ein bereits älterer Gesetzesentwurf wieder aufgenommen werden.

Gegen diese Entwicklungen „protestiert“ nun eine australische christliche Gruppierung mit fundamental-religiösen „Argumenten“. Im Oktober wurde der Bundesstaat New South Wales und die Region rund um Sydney von verheerenden Buschfeuern heimgesucht.

Diese Katastrophe, bei dem über 150.000 Hektar Land verwüstet wurde, ein Löschflugzeug abstürzte und so ein Menschenleben kostete und die auch durch eine Schießübung des australischen Heeres mitausgelöst worden sein dürfte, wie die Feuerwehr erklärte, hat eine christliche Gruppe zum Anlass genommen, um gegen die politischen Pläne zur Beendigung der Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht zu wettern.

Christliche Gruppierung: Buschfeuer Warnung Gottes vor Ehe für Lesben und Schwule

So erklärte die Gruppierung „Christian Snippets Australia“, dass die verheerenden Buschfeuer in New South Wales (NSW) als Warnung Gottes zu verstehen seien. So wären die Buschfeuer und Sturmböen „ein Vorspiel“ gewesen, zu dem, was passieren würde, wenn die Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule geöffnet werde bzw. ein entsprechender Gesetzesentwurf im Parlament von New South Wales weiter behandelt wird.

In der E-Mail an den Premierminister von NSW, Barry O’Farrell, warnte die Gruppierung weiter, dass die Feuer

„ein letzter Versuch der Vorwarnung, die Katastrophe zu verhindern, die Gott über Ihren Kopf und den Köpfen von vielen anderen bringen werde, wenn der Gesetzesentwurf weiterverfolgt werde“.

Die Buschfeuer haben weit über 200 Häuser zerstört und Schäden von über 100 Millionen US-Dollar verursacht.  Insgesamt starben zwei Menschen in den Flammen.

(Bild: Pip_Wilson – CC-BY-NC-ND-2.0 – Flickr)
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