BZÖ-Wien: Regenbogenparade Ort der „sexuellen Desorientierung“

Kommende Woche findet in Wien die „Vienna Pride“ statt mit der 20. Regenbogenparade, die wieder über die Ringstraße zieht, um Toleranz und Akzeptanz von LGBTIQs und die vollständige Gleichstellung im Eherecht und Diskriminierungsschutz einzufordern. Wie aktuell auch im Jahr 2015 dies ist, zeigt das „BZÖ Wien“, die im Zuge der Regenbogenparade von „sexueller Desorientierung“ spricht.

Zum fünften Mal findet heuer das „Pride Village“ statt und die „Regenbogenparade“ zieht zum 20. Mal über die Ringstraße, um lautstark gegen Homophobie/Transphobie und für die überfällige vollständige Gleichstellung und das Levelling-Up von LGBTIQs zu demonstrieren.

Letzteres wird von der ÖVP blockiert, die sich erst kürzlich Verstärkung für ihr homophones Bollwerk holte (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und ersteres von den Rechtspopulisten gelebt, wo sich erst kürzlich ein (mittlerweile zurückgetretener) Lokalpolitiker „auszeichnete“, in dem er von der „Perversion“ Homosexualität sprach (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

FPÖ-Gudenus: „Homo-Häuser“ statt Wohnkostenbremse

Während SPÖ Wien und Die Grünen Wien sich anlässlich der „Vienna Pride“ für die Ehe für alle und das Levelling-Up aussprechen (thinkoutsideyourbox.net berichtete), kommen von den Rechtspopulisten wieder homophobe und verhetzende Wortmeldungen.

Die offen homopobe FPÖ kritisiert, dass in der „Seestadt Aspern“ speziell für LGBTIQs eine Betreuungseinrichtung errichtet wird, damit LGBTIQs im Alter ohne Vorurteile gepflegt werden und leben können.

In einer Aussendung bezeichnet Johann Gudenus dieses Projekt abwertend als „Homo-Häuser„, wettert gegen diese Pläne und spielt dabei die Bevölkerungsgruppe der LGBTIQ gegen die Mehrheitsbevölkerung aus und macht indirekt dieses Projekt für steigende Wohnungskosten mitverantwortlich, da die Mittel für dieses Projekt gebunden sind.

BZÖ-Wien: Regenbogenparade Ort der „sexuellen Desorientierung“

Noch ein Stück homophober, das bei der langen Liste der verhetzenden Wortmeldungen von der FPÖ kaum mehr möglich ist, zeigt sich das „BZÖ Wien“, einer Partei, die es tatsächlich immer noch gibt. Das „BZÖ Wien“ stellt dabei die Frage, welchen Zweck

„außer der temporären Legitimation von öffentlicher Anstandsverletzungen“

diese Veranstaltung überhaupt hat. Scheinbar hat das „BZÖ Wien“ noch nie die „Regenbogenparade“ besucht, denn jedes Jahr demonstrieren über 100.000 Menschen gegen genau diese stereotypisierenden und verletzenden Aussagen, doch das „BZÖ Wien“ kann es noch homophober.

So spricht der Landesobmann des „BZÖ Wien“ und Spitzenkandidat für die Wahl im Herbst, Dietmar Schwingenschrot in Bezug auf die TeilnehmerInnen der „Regenbogenparade“ in einer Aussendung von

„der gelebten sexuellen Desorientierung“

Aus diesem Grund fordert das BZÖ, dass die „Regenbogenparaden“ auf die FKK-Zone der Donauinsel verlegt werden müsse, um

die europaweite Demütigung Wiens

zu vermeiden. Die wäre sinnvoll, um

„anständige Bürger vom staatlich subventionierten Exhibitionismus zu schützen“

Schwingenschrot fordert ein Ende dieses „grünen Selbstverwirklichungsprojektes„. Schwingenschrot legt nicht nur eine verabscheuungswürdige Homophobie an den Tag, er zeigt sich auch in völliger Unkenntnis, wer die „Vienna Pride“ und die „Regenbogenparade“ veranstaltet, denn die „Regenbogenparade“ wird heuer zum 13. Mal von der „HOSI Wien“ organisiert und durchgeführt. Die „Vienna Pride“ mit dem „Pride Village“ wird vom Verein „CSD Vienna“ organisiert.

Genau wegen diesen homophoben Zeitgenossen, wie Gudenus oder Schwingenschrot werden die „Vienna Pride“ und Regenbogenparade“ leider noch viele Jahre notwendig sein, denn die Demütigung erfolgt nicht durch LGBTIQs, sondern genau durch diese beiden homophoben Politiker.

Wir LGBTIQs geben keine Ruhe, bis wir die uns zustehenden Rechte haben und die Ewiggestrigen für immer der Geschichte angehören.

(Bild: thinkoutsideyourbox.net)
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