Buttersäure-Attacke auf Lunacek: Keine Anklage für Attentäter durch Behörden

Bei der 19. Durchführung der Regenbogenparade kam es heuer erstmals zu einem Übergriff. Auf die Grüne Abgeordnete zum Europäischen Parlament und neu-gewählte Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Ulrike Lunacek wurde ein Anschlag mit übel riechender Buttersäure verübt. Doch die Justiz lässt den mutmaßlichen Täter laufen und wird keine Anklage erheben.

Am 14. Juni zog die 19. Regenbogenparade mit über 100.000 TeilnehmerInnen über die Wiener Ringstraße und setze ein lautstarkes, buntes Zeichen für Vielfalt und erhob die Forderung nach gleichen Rechten für alle – unabhängig der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität.

Bei der 19. Auflage gab es erstmals einen tätlichen Angriff auf die Parade bzw. konkret auf die Grüne Abgeordnete und Europäischen Parlament und Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Ulrike Lunacek (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Buttersäure-Attentäter wird nicht bestraft

Bei der Regenbogenparade soll Zoltán S., für den die Unschuldsvermutung gilt, die Buttersäure-Attacke auf die Politikerin verübt haben. Doch der Ungar wird sich nicht vor Gericht verantworten müssen, wie die Tageszeitung „Österreich“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet.

Laut dem Staatsanwalt Thomas Vecsey wird das Verfahren gegen Zolán S. am 1. Juli eingestellt. So soll der mutmaßliche Täter laut Vecsev unzurechnungsfähig sein.

Da bei der Attacke niemand verletzt wurde, kann der Mann auch nicht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden, so der Staatsanwalt laut „Österreich“ weiter, obwohl er bereits schon mehrfach Tierschützer mit der übel riechenden Flüssigkeit attackiert haben soll.

Zwar wird sich der Wunsch Lunaceks, den Täter für seine homophobe Attacke zu bestrafen, offenbar nicht erfüllen, doch kündigte sie bereits unmittelbar nach der Attacke an, weiter unbeirrt für die gleichen Rechte für LGBTs und gegen Homo-/Transphobie zu kämpfen. Erst vergangenen Wochenende nahm sie an der Budapest Pride, welche trotz rechter Gegenproteste durchgeführt werden konnte, teil.

(Bild: Facebook.com/Ulrike Lunacek)
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