Ampelpärchen erhöhen – indirekt – Vekehrssicherheit

Bild: PID/Stadt Wien/GSKEs war eines der „Aufregerthemen“ für den rechtspopulistischen Rand in Österreich – die verschieden- und gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen in Wien, Linz und Salzburg. Eine erste Untersuchung der MA33 in Wien hat nun Maria Vassilakou recht gegeben – die Ampelpärchen können die Verkehrssicherheit erhöhen.

Anlässlich des Eurovison Song Contest wurden in Wien auf Initiative von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) an zahlreichen Ampeln verschieden- und gleichgeschlechtliche Ampelpärchen montiert, die schließlich dauerhaft im Stadtbild geblieben sind (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Die Ampelpärchen entpuppten sich als Erfolg, mit weltweiter Berichterstattung und auch andere Städte installierten Ampelpärchen, wie beispielsweise Linz, finanziert durch eine private Initiative (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Für die rechte FPÖ nicht akzeptierbar und kaum an der Macht, hat die FPÖ in Linz die privat (!!) finanzierten Ampelpärchen an der Mozartkreuzung auf SteuerzahlerInnenkosten entfernen lassen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Nun gibt es Bestrebungen in Linz, die Ampelpärchen wieder zu installieren (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Doch noch gibt es im Gemeinderat keinen Beschluss.

Ampelpärchen erhöhen indirekt Verkehrssicherheit

In Wien wird die Installierung der Ampelpärchen auch begleitend untersucht, ob diese eine Auswirkung auf die Verkehrssicherheit haben. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich die Ampelpärchen – indirekt – positiv auf die Verkehrssicherheit auswirken.

So hat das „Institut Epigus“ im Auftrag der „MA33“ zehn Personen mit Brillenkameras durch Wien geschickt, um die Reaktion auf die neuen Piktogramme zu eruieren. Harald Bekehrte von der „MA33“ erklärte gegenüber „wien.ORF.at„:

„Ein Alltagsfußgänger nimmt Verkehrslichtsignale eher im Bereich ‚Umgebungssehen‘ wahr. Das heißt, dass nicht das Symbol wahrgenommen wird, sondern die Farbe der Ampel. Deshalb ist entscheidend, wie groß die Lichtaustrittsfläche ist.“

Ergebnisse der Untersuchung vom „Institut Epigus“ liegen noch nicht vor.  Durch die Ampelpärchen anstatt Strichmännchen ist die Leuchtfläche der FußgängerInnenampel um 40 % höher.

Die „MA33“ hat selbst durch Befragungen von PassantInnen Erhebungen durchgeführt. Durch Zählungen an einer Ampel von PassantInnen vor und nach Installation der Ampelpärchen und dem Verhalten, kam die „MA33“ zum Ergebnis, dass dadurch um 18,22 % weniger Personen bei Rot über die Kreuzung gingen.

Keine neuen Ampelpärchen in Wien geplant

Mit dem weltweiten Werbewert in Millionenhöhe und der erhöhten Verkehrssicherheit haben sich die geringfügigen Ausgaben von knapp über € 60.000,- mehr als rentiert.

Derzeit sind in Wien keine weiteren Ampelpärchen geplant, aber unter Berücksichtigung der Ergebnisse könnten neue Piktogramme den Weg ins Stadtbild finden.

Da die Symbole in der Straßenverkehrsordnung nicht genormt sind, gibt es einen Gestaltungsspielraum. Es muss lediglich klar erkennbar sein, für welche VerkehrsteilnehmerInnen die Ampel(symbole) gelten.

(Bild: PID/Stadt Wien/GSK)
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