Wie wohnt die LGBT-Community?

LGBTIQ-livingIn Wien leben bis zu 180.000 Menschen, die homo- oder transsexuell sind¹ – das ist knapp jede und jeder Zehnte. Das Immobilienportal FindMyHome.at hat seine UserInnen befragt² und gibt Aufschluss über die aktuelle Wohnsituation. Der Immobilienexperte Bernd Gabel-Hlawa fasst einige zentrale Punkte zusammen.

Der Traum vom Zuhause – Wozu dienen die eigenen vier Wände?

Darin sind sich die Befragten einig: Privatsphäre, Geborgenheit und Entspannung sind sowohl bei homo-, als auch heterosexuellen Befragten die am häufigsten genannten Schlagworte in Zusammenhang mit dem eigenen Zuhause“, so Bernd Gabel-Hlawa, Gründer und Geschäftsführer von FindMyHome.at.

Der Traum der perfekten Immobilie sieht bei den beiden Gruppen allerdings unterschiedlich aus: „Knapp die Hälfte der homosexuellen Befragten sieht ihr Traum-Zuhause in einer Wohnung, dicht gefolgt vom eigenen Haus. Unter den heterosexuellen Befragten war die Wahl eindeutiger: Mit großem Abstand steht das eigene Haus an Platz eins der beliebtesten Immobilien.“ Zudem ist ein Garten der häufigste Wunsch unter Heterosexuellen, Homosexuelle wollen dagegen häufiger eine Dachterrasse.

70 m2 und mehr – Wie sieht die Wohnsituation der UserInnen aus?

Auch in der durchschnittlichen Größe der Immobilien gibt es Unterschiede: Die meisten Befragten der LGBT-Community gaben an, auf 51-70 m² zu wohnen. „Die Tendenz ist hier allerdings steigend, ein Viertel der Gruppe gab an, bereits auf 71-90 m² zu leben“, so Immobilienexperte Gabel-Hlawa. Heterosexuelle ÖsterreicherInnen gaben hingegen in den meisten Fällen an, nur die kleinste Kategorie an Wohnraum, also maximal 50 m², zur Verfügung zu haben.

Geringere finanzielle Belastung für LGBT

27 Prozent und damit die Mehrheit der Befragten aus der LGBT-Community gibt monatlich zwischen 501 und 750 Euro fürs Wohnen aus. Die Mehrheit der heterosexuellen Befragten zahlt monatlich zwischen 301 und 500 Euro für Miete, Betriebskosten und ähnliches.

Gabel-Hlawa: „Beide Gruppen beschrieben diese Kosten am häufigsten als ‚mittelmäßige finanzielle Belastung‘. Der prägnante Unterschied: Heterosexuelle zahlen tendenziell weniger monatliche Kosten für das Wohnen als Homosexuelle, empfinden die Kosten jedoch ähnlich finanziell belastend. Knapp ein Drittel der heterosexuellen Befragten beschrieb die Wohnkosten sogar als große bis sehr große Last.

7 Jahre später: Ein Vergleich

Auch 2010 führte FindMyHome.at in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent.com eine Befragung homo- und heterosexueller Männer durch. Die Ergebnisse: „Schon damals war deutlich, dass schwule Männer mehr Budget in ihre Immobilie investieren, Einrichtungsgegenstände inbegriffen. Das war zum Teil auf das höhere zur Verfügung stehende Vermögen zurückzuführen. Heute ist zu beobachten, dass sich die Ergebnisse der homo- und heterosexuellen Gruppen in vielen Punkten immer stärker angleichen, sei es die aktuelle Wohnsituation oder die Traumvorstellung des Zuhauses. Die Mitberücksichtigung von homosexuellen Frauen in der aktuellen Studie könnte dabei für dieses Ergebnis einen weiteren Faktor spielen“, so Gabel-Hlawa.

¹ Quelle: WASt-Studie „Queer in Wien“
² 318 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten Fragen zu Wohnung, Miete und Co. Circa ein Drittel der Befragten beschrieb sich dabei als homosexuell.

Bernd Gabel_Hlawa

Bernd Gabel-Hlawa, Geschäftsführer FindMyHome.at © Michael Stelzhammer

FindMyHome.at ist eine der Top Immobilien-Plattformen Österreichs und wurde 2001 von den erfahrenen Immobilienmaklern Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel gegründet. Ziel ist seit jeher durch stetige technische Innovationen, ein transparentes Bewertungssystem sowie jährliche Qualitätskontrollen und -auszeichnungen den Plattform-Nutzern eine kostenlose, einfache, userfreundliche und hochqualitative Immobiliensuche zu bieten. Mit mehrfachen Auszeichnungen, u.a. dem IMMMO Award 2017 als eines der drei bestbewerteten Immobilien-Portale Österreichs, sowie mit einem sehr hohen Bekanntheitsgrad bei Anbietern wie Suchenden hat sich FindMyHome.at bereits als Innovator und als das Qualitäts-Immobilien-Portal unter Beweis gestellt.

 

(PA)

Titelbild: fotolia

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