UN-Menschenrechtsrat fordert gleiche Rechte für Homosexuelle! Resolution zum Nachlesen

Am Freitag hat der UN-Menschenrechtsrat bei seiner Sitzung in Genf, Schweiz, eine – von manchen historisch bezeichnete – Resolution mit knapper Mehrheit angenommen. Insbesondere afrikanische und arabische Staaten stimmten gegen die Resolution. Darin wird die Diskriminierung von bestimmten Minderheiten kritisiert. Die Resolution fordert die gleichen Rechte für alle Menschen, unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Identität. Es ist die erste Resolution seiner Art, wenn auch leider nicht für die UNO-Staaten bindend. Die Resolution zum Nachlesen.

23 Staaten stimmten für die Resolution, welche von Südafrika eingebracht wurde, 19 Staaten dagegen und 3 Staaten enthielten sich der Stimme. Mit dieser knappen Mehrheit wurde die Resolution angenommen, die erste ihrer Art.

Resolution zum Nachlesen

Resolution: Human Rights, Sexual Orientation and Gender Identity

Wer stimmte wie ab?

Ja: Argentinien, Belgien, Brasilien, Chile, Kuba, Ecuador, Frankreich, Guatemala, Ungarn, Japan, Mauritius, Mexiko, Norwegen, Polen, Republik Koreo, Slowakei, Spanien, Schweiz, Ukraine, Thailand, Großbritannien, USA, Uruguay

Nein: Angola, Bahrain, Bangladesch, Kameroon, Djibouti, Gabon, Ghana, Jordanien, Malaysien, Maledivden, Mauretanien, Nigeria, Pakisten, Qatar, Moldawien, Russische Federation, Saudi Arabien, Senegal, Uganda

Enthaltungen: Burkina Faso, China, Sambia

Nicht anwesend: Kirgisien, Lybien (suspendiert)

In dem kurzen Resolutionstext wird an die im Jahr 1948 verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erinnert und bekräftigt, dass „alle Menschen frei und gleich hinsichtlich ihrer Würde und ihren Rechten geboren werden und dass jeder ohne jeglichen Unterschied von allen Rechten und Freiheiten profitieren muss“. Außerdem soll bis Jahresende die Menschenrechtskomimissarin eine detaillierte Übersicht über diskriminierende Gesetze sowie über Übergriffe gegen Lesben und Schwule weltweit vorlegen.

(Bild: Flickr – scroniser – CC-BY-2.0)
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1 Comment
  1. […] Als einzige der großen politischen Parteien waren auch heuer wieder die SPÖ samt SoHo und Die Grünen samt Die Grünen Andersrum auf der Regenbogenparade vertreten. Beide Parteien unterstrichen erneut, dass Lesben, Schwule und Transgender-Personen die gleichen Rechte verdienen und es letztlich um die Achtung und Wahrung der Menschenrechte geht. Die Grünen Andersrum plakatierten dies sehr passend mit dem Slogan “it’s about human rights, stupid”. Denn nicht zu selten, werden homo-, bi-, transsexuellen Menschen bestimmte Menschenrechte abgesprochen – diesen Umstand kritisierte neulich auch der UN-Menschenrechtsrat. […]

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