Tiefer geht’s immer: Unzensuriert.at über „Landtagsschwuchtel“ Gebi Mair

Bild 20Es bewahrheitet sich mal wieder, dass Niveau nach unten kein Grenzen kennt. Die letzten Tage habe dies nur zu deutlich bestätigt. Der Grüne Landtagsabgeordnete wird von Werner Königshofer als „Landtagsschwuchtel“ beschimpft, eine Entschuldigung sieht dieser nicht notwendig und Königshofer steht zu seiner Beleidigung, heute schimpft HC Strache beim Neujahrstreffen der FPÖ auf das Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft und meint, man könne sich dafür „genieren“. Wer meint, dass dies nun mal genug Homophobie war, der/die irrt. Ebenfalls heute legt der Blog unzensuriert.at nach. Ein Blog, wo der dritte Nationalratspräsident Dr. Martin Graf bloggt bzw. bloggen lässt.

Heute sieht sich das Blog unzensuriert.at bemühsigt, für Werner Königshofer in die menschenverachtende und beleidigende Presche zu springen. Wie bereits Königshofer zuvor, wird der Grüne Landtagsabgeordnete Gebi Mair auf beleidigende Art und Weise angegriffen und seine sexuelle Orientierung bzw. sein Umgang damit aufgegriffen.

Den rechtspopulistischen Moral- und Wertehütern ist es ein Dorn im Auge, dass es Personen gibt, die zu ihrer Sexualität stehen und diese auch entsprechend ausleben. Wenn es dann um eine homosexuelle Veranlagung geht, lässt sich’s natürlich noch viel leichter „diffamieren“. So heißt der Titel des Beitrages

„‚Gay-Romeo‘ Gebi Mair will keine Schwuchtel sein“

unzensuriert.at findet es „interessant“, dass Gebi Mair ein Profil beim größten Datingportal für homosexuelle Männer im deutschsprachigen Raum besitzt. Und so heißt es (Link auf Gayromeo-Profil  im Zitat von thinkoutsideyourbox.net entfernt):

Welcher Politiker sonst würde bitte auf seiner politischen Webseite einen Link auf das eigene Profil bei der Schwulen-Kontaktbörse Gay-Romeo platzieren – voll mit Halbnacktfotos und spannenden Informationen über die Behaarung, die Position beim Sex und die Aktivität bzw. Passivität beim Ficken (sic!).

Wenn jemand sich solcherart zur Schau stellt, wirkt die persönliche Betroffenheit über die Bezeichnung „Schwuchtel“ doch ein wenig geheuchelt.

Gegenfrage Herr Graf und Co von unzensuriert.at

Welche/r anständige PolitikerIn würde es wagen, die privaten Angelegenheiten eines politischen Mitbewerbers öffentlich auszuschlachten?

Im Gegenzug könnten genauso diverse Datingportale für heterosexuelle Menschen durchsucht und entsprechende Profile geoutet werden. Auch bei anderen Datingportalen wird nach den sexuellen Vorlieben, etc gefragt. Aber ganz ehrlich, wen geht das etwas an. Aber Niveau scheint in den Kreisen der Rechtspopulisten ein Fremdwort zu sein.

Es ist eine bodenlose Frechheit, die sexuelle Orientierung und allfällige Profile bei Datingportalen zu outen bzw. in die Öffentlichkeit zu tragen bzw. dann für diese Privatangelegenheit Vorverurteilungen zu ziehen.

Um es in den Worten von HC Strache zu sagen: Es ist zum Genieren, wie tief das Niveau der politischen Diskussion durch die FPÖ gesenkt wurde und weiter sinkt.

(BIldquelle: Picasaweb/Polilog.Wordpress.com)

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5 Comments
  1. Unzensuriert.at says

    Wir haben uns offenbar nicht klar genug ausgedrückt: Wir haben keine Datingportale gesucht, sondern nur die Homepage des Herrn Mair gelesen. Dort liefert er selbst unter „Gebi bei Gayromeo“ den Link zu diesem Profil. Offenbar ist es ihm also ein Anliegen, die dort veröffentlichten Inhalte den Lesern seiner Seite zu präsentieren.

    Wir halten das für entbehrlich – egal ob es von Hetero- oder Homosexuellen kommt. Die Penetranz, mit der manche Menschen ihre sexuelle Orientierung in die Öffentlichkeit tragen, ist völlig unangebracht, ganz besonders für Politiker. Wenn dann auf dieser Ebene einmal Kritik kommt, dann wird genau diesen Menschen die Sache plötzlich zu persönlich. Diesen Widerspruch wollten wir mit unserem Artikel herausarbeiten.

  2. thinkoutsideyourbox.net says

    @Unzensuriert.at

    Hätten Sie bei einem heterosexuellen Politiker ein allfälliges Profil auf einer Singlebörse/Datingportal auch nur ansatzweise aufgegriffen? Wohl kaum…

    Welche Penetranz? Ist es penetrant, wenn es Menschen gibt, für die gleiche Rechte für homosexuelle Menschen eintreten und damit Homosexualität themataisieren, weil esl eider nach wie vor nicht wurscht ist, ob jemand homo-, bi-, trans-, hetero-, oder intersexuell ist?

  3. Gebi Mair says

    Dazu kommt noch die „investigative“ Recherchemethode von Martin Graf, über die könnte ich eine eigene Geschichte erzählen.

    Dieses Posting von ihm ärgert mich nur bedingt. Ja, das ist mein Gayromeo-Profil. Na und? http://www.facebook.com/gebi.mair ist mein Facebook-Profil, ich hab auch eins bei Studi-VZ und noch einige mehr. So what? Das ist doch der pure Neid der Herren Königshofer, Graf und Co.

    Liebe Grüße
    Gebi

  4. […] unter den stärksten Links (Besucherströme) die Seite gayboy.at gleich zwei mal vertreten ist (dies geht auf eine Kontroverse über den Landtagsabgeordneten Gebi Mair zurück)! Außerdem sieht man hier ganz deutlich, welche Verbindungen hier spielen – Martin Grafs […]

  5. gerechtigkeit says

    Zitat:
    Welche/r anständige PolitikerIn würde es wagen, die privaten Angelegenheiten eines politischen Mitbewerbers öffentlich auszuschlachten?

    Antwort:
    Grüne, Rote und Schwarze. erinnert euch an den Rosenkranz Wahlkapf, da wurde sie mit samt ihrer famiele und den Namen ihrer 10 Kinder durch den Kakao gezogen.

    Ihr lebt nach dem Motto:
    linke Gewalt ist gute Gewalt, und Linksfaschismus ist guter Faschismus.

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