Stellvertretender irischer Premierminister: Zeit ist reif für Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

Die grüne Insel, Irland, könnte möglicherweise in naher Zukunft das nächste europäische Land sein, dass die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht beseitigt, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare herstellt und somit gesellschaftspolitisch im 21. Jahrhundert. Der stellvertretende irische Premierminister Eamon Gilmore erklärte, dass ‚die Zeit gekommen ist‘ und will möglichst bald eine Volksabstimmung zur Ehe-Öffnung durchführen.

Der stellvertretende irische Premierminister Eamon Gilmore will die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht endgültig beenden, wie er gegenüber dem Radiosender „RTE radio“ erklärte. Irland, das erst im Jahr 1993 gleichgeschlechtlichen Sex entkriminalisierte und im Jahr 2010 – gegen den Widerstand der katholischen Kirche – Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare einführte, die mit Ausnahme der Adoption die gleichen Rechte, wie die Ehe beinhalten, würde damit zu anderen europäischen Staaten bei der Umsetzung der Gleichstellung aufschließen.

Gilmore im Interview:

„Ich denke nicht, dass wir etwas aufschieben sollten, was ein Menschenrecht ist und das ist einer der Gründe, warum wir den Verfassungskonvent gefragt haben, um sich damit zu befassen.“

Der irische Verfassungskonvent werde im nächsten Monat das nächste Mal zusammen treten und laut Gilmore werde die Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule „eines der ersten Themen sein„, mit dem sich der Konvent befassen werde.

Eamon Gilmore ist Parteivorsitzender der sozialdemokratischen Labour Party und für ihn ist die Zeit reif für die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Seine Partei koaliert mit der konservativen fine Gael, die zwar der Ehe-Öffnung etwas distanziert gegenübersteht, jedoch die parteieigende Jugendorganisation tritt für die Ehe-Öffnung ein.

Neben der regierenden Labour Party treten noch die Grünen und die Sinn Fein, sowie die Fianna Fail für die Gleichstellung von Lesben und Schwule im Eherecht ein.

LGBT-AktivistInnen begrüßen Vorstoß

Erfreut über die Initiative und die Unterstützung der Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule in Irland zeigten sich LGBT-AktivistInnen. Moninne Griffith von der Organisation „Ireland’s Marriage Equality“ zeigte sich äußert erfreut über Gilmores Äußerungen und Forderung nach einer möglichst raschen Umsetzung und erklärte:

„Jetzt ist die Zeit für die Ehe-Gleichstellung gekommen und wir wollen, dass Irland diese Gleichstellungsbewegung gemeinsam mit Staaten wie Spanien und Portugal anführt, und nicht zurück fällt.“

Laut Umfragen unterstützen eine deutliche Mehrheit der irischen Bevölkerung die Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Eherecht. So sprechen sich ca 70 % dafür aus.

(Bild: Steven Damron – CC-BY-2.0 – Flickr)
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2 Comments
  1. […] radio”, dass er die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht endgültig beenden (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Im April diesen Jahres soll der Verfassungskonvent nun die Ehe-Öffnung und das Adoptionsrecht […]

  2. […] Vor rund einem Jahr wurden in der Regierungspartei Fine Gael einige Stimmen laut, die die Regierung aufforderten, sich beim anstehenden Verfassungskonvent für eine Behandlung der Ehe-Öffnung auszusprechen (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Im November 2012 schließlich erklärte auch der stellvertretende irische Premierminister Eamon Gilmore gegenüber dem Radiosender “RTE radio”, dass er die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht endgültig beenden (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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