Skispringerin Daniela Iraschko sagte ‚Ja, ich will‘ zu ihrer Partnerin

Daniela Iraschko ist österreichische Skispringerin, wurde 2011 Weltmeisterin und sprang als erste Frau über 200 Meter am Kulm in der Steiermark. Nun hat sich auch bei ihrer Beziehung eine Punktlandung hingelegt. Am Samstag hat Daniela Iraschko ihre Lebensgefährtin Isabella Stolz in Innsbruck ‚geheiratet‘.

Die Skispringerin Daniela Iraschko ist eine österreichische Vorzeigesportlerin und die erfolgreichste Skispringerin. Nun hat die Sportlerin, die um ihre Homosexualität kein Tabu macht, auch den Bund fürs Leben geschlossen.

Verpartnerung in Innsbruck

Nachdem Lesben und Schwule wegen der Blockade der reaktionären ÖVP das Recht auf Eheschließung verwehrt wird, hat Iraschko die Eingetragene Partnerschaft geschlossen. Am Samstag wurde im Rahmen einer Zeremonie im Innsbrucker Standesamt im Goldenen Dachl die Eingetragene Partnerschaft geschlossen.

Bei der Zeremonie der mehrfachen österreichischen Skisprungmeisterin mit ihrer Lebensgefährtin waren neben der Familie und FreundInnen auch zahlreiche SportkollegInnen geladen. Gegenüber dem ORF betonte Iraschko, dass es für sie das normalste auf der Welt sei, dass wenn sich zwei Menschen lieben, sie das Recht zum Heiraten zu haben.

Iraschko und Stolz: Gesellschaftspolitisches Zeichen

Die beiden frisch verpartnerten Frauen betonten weiter gegenüber dem ORF, dass ihre „Hochzeit“ für sie auch ein gesellschaftspolitisches Zeichen ist. Dabei betonten Daniela Iraschko weiters, dass die Aufregung um ihre „Hochzeit“ anstrengender war, als alle bisherigen sportlichen Herausforderungen. Schon allein daher, könne an ihrer Beziehung nicht mehr gerüttelt werden, so die beiden Frauen weiter.

Im Jahr 2012 wurden in Tirol insgesamt 23 Eingetragene Partnerschaften von gleichgeschlechtlichen Paaren geschlossen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 waren es jedoch bereits 17 (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

So wie Iraschko und Stolz ihre Verpartnerung auch als gesellschaftspolitisches Zeichen sehen, könnte auch das „Österreichische Olympische Komitee“ ein gesellschaftspolitisches Zeichen setzen und Iraschko bei einer Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi im Februar 2014 als österreichische Fahnenträgerin bei der Eröffnungszeremonie auserwählen, um gegen die homophobe Gesetzgebung in Russland zu protestieren.

(Bild: Manuguf – CC-BY-SA-3.0 – Wikimedia)
Anzeige

Leave A Reply

Your email address will not be published.

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.