Schweiz überlegt Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare

Die Schweiz steht womöglich kurz davor, einen ersten Schritt zu setzen, um die gesellschaftliche Realität von Regenbogenfamilien anzuerkennen. So will der Bundesrat, dass zukünftig gleichgeschlechtliche Paare, das Kind des Partners/der Partnerin, dass diese/r in die Beziehung mitbringt (Stiefkindadoption) adoptieren darf. Damit würde die die Schweiz für Rechtssicherheit für Kinder in Regenbogenfamilien sorgen, da diese für den Fall der Fälle, dass der leiblichen Mutter/dem Vater des Kindes ein Unglück passiert und das leibliche Elternteil verstirbt, dieses in der gewohnten liebevollen Umgebung weiterhin aufwachsen und großgezogen werden kann.

Sämtliche jüngere Studien belegen, dass Familie dort ist, wo Kinder sind und Kinder in Regenbogenfamilien keinen Nachteil erfahren, wenn sie in gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften großgezogen werden. Im Gegenteil, Studien zeigen sogar, dass lesbische und schwule Eltern sehr motivierte Erziehungspersonen sind und so alles erdenkliche tun, um dem Kind ein wohlbehütetes Zuhause zu bieten.

Dennoch leben Regenbogenfamilien derzeit in Österreich, Deutschland oder der Schweiz, derzeit in Rechtsunsicherheit, da ihnen die Stiefkindadoption verweigert wird. Das bedeutet, dass der/die Partnerin des leiblichen Elternteils dem Kind gegenüber als Fremdperson betrachtet wird. Sollte dem leiblichen Vater oder leiblichen Mutter etwas passieren, dürfte der Partner/die Partnerin das Kind nicht weiter großziehen.

Hier ein Bericht der „SF Tagesschau“ vom 22. Februar 2012:

Tagesschau vom 22.02.2012

(Video: © „SF Tagesschau“ – SF ermöglicht die Einbettung von Videos)
(Bild: © thinkoutsideyourbox.net – CC-BY-NC-ND-3.0)
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