Queerer Kleinprojektetopf der Stadt Wien: 7 Projekte erhalten im 2. Halbjahr Förderungen

2010 wurde auf Initiative von Sandra Frauenberger (SPÖ), Stadträtin für Antidiskriminierung der „Queere Kleinpojektetopf“ ins Leben gerufen, um gezielt lesBiSchwule, transgender und queere Projekte, die Vielfalt, die Sichtbarmachung, Forschung und die Diskussion zu fördern. Im ersten Halbjahr 2012 erhielten vier Projekte Förderungen aus diesem Topf. Im zweiten Halbjahr 2012 wurden von der „Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt)“ sieben Projekte ausgewählt, die Förderungen erhalten werden.

Im ersten Halbjahr 2012 erhielten unter anderem das Kurzfilmprojekt „Homophobia“ von Regisseur und Drehbuchautor Gregor Schmidinger sowie der Verein FAMOs (Familien Andersrum Österreich) Förderungen aus diesem „queeren Kleinprojektetopf“ (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

„Queerer Kleinprojektetopf“ auch 2012 voll ausgeschöpft

Der „Queere Kleinprojektetopf“ ist eine Erfolgsgeschichte, denn die Qualität der eingereichten Projekte macht es dem ExpertInnenbeirat unter dem Vorsitz der WASt (Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen) immer schwieriger, Projekte auswählen, die die Förderung erhalten, da die Vielfalt und die Qualität der Projekte ein sehr hohes ist.

Im zweiten Halbjahr werden nun sieben Projekte Förderungen erhalten und es werden insgesamt 11.500 Euro ausbezahlt werden. Stadträtin Sandra Frauenberger dazu:

„Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projektideen ist immer wieder ein beeindruckendes Zeichen der Kreativität und Kompetenz der Wiener Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisationen. Die Vereine leisten durch ihre Projekte einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass Wien das Regenbogenherz Österreichs ist und bleibt. Wien bekennt Farbe, denn Geschlechtsidentitäten sind so vielfältig wie die Farben des Regenbogens. So vielfältig sind auch die Projekte und Veranstaltungen im queeren Bereich. Egal ob transgender, lesbisch, schwul, bi oder hetero: In Wien können alle Menschen ihre Liebesmodelle frei wählen und selbst bestimmen.“

Der „Queere Kleinprojektetopf“ für Projekte im LesBiSchwulen- und Transgenderbereich wurde auf Initiative der für Antidiskriminierung zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger 2010 eingerichtet und 2012 zum dritten Mal mit 20.000 Euro dotiert.

Folgende Projekte erhalten im 2. Halbjahr Förderungen

Etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel wurde bereits im ersten Halbjahr vergeben. In den ersten drei Jahren wurden insgesamt 64 Projekte eingereicht, 29 Projekte wurden gefördert. Für die zweite Jahreshälfte 2012 gab es nun Förderzusagen für folgende Projekte:

  • „Erste Internationale Queer-Feministische FussBALLade“ mit einem Rahmenprogramm politischer und kultureller Veranstaltungen, die homophobe und sexistische Zuschreibungen im Fußball thematisieren und durchbrechen helfen. (21. bis 23. September 2012)
  • Tagung des Fachverbandes Homosexualität und Geschichte zur historischen Aufarbeitung von Verfolgung und Missachtung sowie Widerstand und Selbstorganisation Homosexueller vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. (28. bis 30. September 2012).
  • „DAS machen“, ein queeres Kinderbuch von Lilly Axster (Text) und Christine Aebi (Bilder), das sich mit Sexualität beschäftigt und einen Zugang mit vielfältigem Begehren, beweglichen Genderrollen, unterschiedlichsten Körperbildern und Mehrsprachigkeit vermittelt.
  • Die „Ersten Queeren MigrantInnen Filmtage“ sollen Geschichte(n) mit und über queere MigrantInnen erzählen um die Sichtbarkeit von LesBiSchwulen und Transgender MigrantInnen zu erhöhen. (6. bis 9. November 2012)
  • Einrichtung eines „Camp Salon“, der den internationalen wissenschaftlichen Workshop „Camping on the margins“ des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft um künstlerische und kommunikative Aspekte erweitert. (20. bis 22. September 2012)
  • Rahmenprogramm zum queer-feministischen Musikfestival „rampenfiber“. Durch Panels und Workshops sollen Strategien gegen sexistisch, rassistisch und homophob motivierte Gewalt entwickelt und durch verstärkte Einbeziehung von trans* Lebensweisen Konzepte queerer Diversität vertieft werden.
  • Zwei szenische Lesungen kritischer Texte von und mit Alex Jürgen (Tintenfischalarm) zur Unterwerfung des intergeschlechtlichen Körpers unter medizinischen Zwang. (22. bis 24. November 2012)

Förderungen für Projekte im Jahr 2013 können vom 1.9. bis 31.10.2012 beantragt werden. Nähere Informationen gibt es unter der Nummer 01/4000-81449 oder im Internet unter www.queer.wien.at.

(Bild: thinkoutsideyourbox.net)
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