Portugal gewinnt den ESC 2017 und Russland war nicht dabei.

Am Samstag, 13. Mai 2017, ging in der ukrainischen Hauptstadt Kiew der 62. Eurovision Song Contest unter dem Motto „Celebrate Diversity“ mit einem klaren Sieg an Portugal. 

Der 27-jährige Jazz-Sänger Salvador Sobral gewinnt mit dem Titel „Amar pelos dois“ (Liebe für zwei) zum ersten Mal den ESC für sein Land. Bulgarien belegt den zweiten, Moldau den dritten Platz.

Die fadoangelehnte Ballade stach vor allem mit ihrer Reduziertheit hervor. Ruhig, langsam, leise und sehr romantisch. Sie lebt lediglich vom Gesang und verzichtete gänzlich auf eine Bühnenshow und Spezialeffekte. Die meisten Jurys der Länder, aber vor allem das Publikum wählt den Beitrag und Portugal auf den 1. Platz.

Geschrieben wurde der Titel in der Muttersprache von seiner Schwester Luísa, mit der Salvador Sobral gemeinsam noch einmal das ESC-Siegerlied auf der Bühne sang. Das sorgte für einen berührenden Abschluss der Veranstaltung.

„Dies könnte ein Sieg für die Musik sein, für Leute, die Musik machen, die noch etwas zu sagen hat.“ lautete das Statement Sobral’s zu seinem Triumph.

Nathan Trent holte mit seinem selbstgeschriebenen Song „Running on Air“ für Österreich den 16. Platz. Bei den internationalen Jurys schnitt er gut ab. Von Bulgarien gab es sogar 12 Punkte. Beim Publikumsvoting allerdings bekam er von den TV-Zuschauern 0 Punkte und landete damit auf dem letzten Platz.

Der bei den Buchmachern als Favorit platzierte Italiener Francesco Gabbani landete mit seinem Song „Occidentali’s Karma“ schlussendlich nur auf dem 6. Platz.

Moskau und Kiew nutzen den Song Contest, um einen politischen Konflikt auszutragen.

Der Skandal des diesjährigen ESC’s wurde bereits im Vorfeld geliefert. Julia Samoilowa sollte für Russland antreten, die Ukraine jedoch verweigerte ihr die Einreise und somit die Teilnahme. Samoilowa war 2015 auf der von Russland annektierten Krim (2014) aufgetreten, ohne Genehmigung der Ukraine. Nach dortiger Gesetzgebung beging sie somit eine Grenzverletzung, die eine dreijährige Visumssperre nach sich zieht.

Wir dürfen jetzt schon gespannt sein, welche Skandale und Beiträge uns nächstes Jahr unterhalten werden und freuen uns auf den Eurovision Song Contest 2018 in Portugal.

Seht hier nochmal die Dankesrede von Salvador Sobral und die Performance mit seiner Schwester Luísa: 

Foto: Andres Putting, eurovision.tv

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