Petitionsübergabe an EU-Kommissarin Viviane Reding: NELFA fordert volle Bewegungsfreiheit für gleichgeschlechtliche Eltern und ihre Kinder

Heute Dienstag, 24. September 2013, überreicht der Vizepräsident des ‚Network of European LGBT Families Associations (NELFA)‘, Juha Jämsä, in Helsinki im Namen von NELFAs 21 nationalen Partnerorganisationen eine Petition, welche volle Bewegungsfreiheit für gleichgeschlechtliche Eltern und ihre Kinder in der Europäischen Union fordert.

Bei dieser Gelegenheit kommentiert Catalina Pallàs, die Präsidentin von NELFA:

„In der Europäischen Union gibt es Kinder, die den Verlust ihrer Eltern riskieren, wenn ihre Familie die Grenze von einem Mitgliedstaat, in dem alle Ehen/Partnerschaften und Familien rechtlich geschützt sind, zu einem, wo das nicht der Fall ist, überschreitet. Wie kann es sein, dass es Kinder gibt, die dieser rechtlichen Unsicherheit ausgesetzt sind, dass sie in einem Mitgliedstaat zwei Elternteile haben, in einem anderen jedoch nur einen oder gar keinen?“ 

Vizepräsident Juha Jämsä fügt hinzu:

„Wir sind besorgt, dass die gegenwärtige Situation in der Europäischen Union eine Kategorie Kinder zweiter Klasse schafft, nur aufgrund der Tatsache, dass diese Kinder zwei Eltern des gleichen Geschlechts haben.“

In der Petition bitten NELFAs Mitglieder Kommissarin Reding darum, eine Gesetzesvorlage einzubringen, die den Kindern von LGBT-Eltern in der ganzen Europäischen Union Rechtsgleichheit garantiert. Diese wird ermöglicht, indem Mitgliedstaaten die Rechtshandlungen anderer Mitgliedstaaten, die einen Familienstand bestätigen – zum Beispiel Geburtsregistrierungen, Adoptionsurteile, Heiratsurkunden – automatisch anerkennen.

NELFA fordert Kommissarin Reding auf, klar für die Kinder von LGBT-Eltern Stellung zu beziehen.

Luis Amorim, ein schwuler Vater aus Portugal, der in Belgien lebt, erklärt:

„Damit würde es möglich, dass ein Kind, das in Belgien zwei rechtliche Väter hat, diese weiterhin hat, wenn die Familie nach Polen umzieht, oder für ein spanisches Kind mit zwei Müttern, dass diese Mütter auch während der Ferien in Italien anerkannt sind. Es ist ja einleuchtend, dass Kinder ungeachtet ihres Aufenthaltsorts Anrecht auf ihre Familie haben sollten.“

Link: NELFA – Network of European LGBT Families Associations

(Bild/Text: NELFA)
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