Papst Benedikt XVI: Homo-Ehe bedroht Zukunft der Menschheit

Erneut legt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI, Zeugnis davon ab, welch‘ homophoben Geistes er ist. In seiner alljährlichen Neujahrsansprache vor 160 Diplomaten im Vatikan konstruiert er ein Bedrohungsszenario, das fern jeglichen Faktums liegt. Wieder einmal wettert der Papst gegen hunderttausende Lesben und Schwule, indem er diese in Zusammenhang mit früheren Aussagen als eine Gefahr für die Menschheit darstelle. Diesem Zusammenhang zufolge, ist die Ehe für Lesben und Schwule eine Gefahr für die menschliche Würde und ein Anschlag auf das fundamentale Gesellschaftskonstrukt sowie die Schöpfungsordnung.

Die Abstände, in denen Vertreter der römisch-katholischen Kirche gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe hetzen, scheinen immer kürzer zu werden. Waren es in den vergangenen Monaten vorwiegend verschiedene Bischöfe und Kardinale, die gegen Lesben und Schwule und deren Streben nach den gleichen Rechten wetterten und hetzten oder diese beleidigten, legt nun der Oberhirte der römisch-katholischen Kirche nach.

In seiner Neujahrsrede vor 160 Diplomaten im Vatikan hat der Papst vor einer Gesellschafts- und Familienpolitik gewarnt, die „die Zukunft der Menschheit“ gefährde. Laut Benedikt XVI seien homosexuelle Ehen weiters eine „Bedrohung für die menschliche Würde„.

Wie der Papst weiter erleuterte, sei die traditionelle Familie auf Basis einer Verbindung zwischen Mann und Frau eine fundamentale Grundlage der Gesellschaft. PolitikerInnen, die dieses traditionelle Gesellschaftsgefüge in Frage stellen bzw. durch entsprechende Gesetzgebungen aufweichen, seien nicht nur eine „Bedrohung für die menschliche Würde„, sondern der Papst geht noch viel weiter und bezeichnet entsprechende gesellschaftspolitische Schritte als eine Gefahr „für die Zukunft der Menschheit“. Die Ehe zwischen Homosexuellen oder gar die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare sei daher laut dem Papst ein Anschlag auf die Menschheit.

Die Aussagen von Papst Benedikt XVI sind auf das Schärfste zurückzuweisen. Mit dieser offen homophoben Grundhaltung betreibt die römisch-katholische Kirche den wahren Anschlag auf die Menschenwürde. Um die Menschenrechtskonvention, wonach alle Menschen gleich an Rechten und Würde geboren sind, scheint sich die römisch-katholische Kirche unter Papst Benedikt XVI nicht zu kümmern. Viel mehr hat es den Anschein, als wäre ein deutlich fundamentalistischerer Kurs eingeschlagen worden.

Im Umkehrschluss zu den jüngsten Aussagen des Papstes, könnte festgehalten werden, dass die römisch-katholische Kirche mittlerweile eine Bedrohung für eine weltoffene, aufgeklärte und tolerante Gesellschaft geworden ist. Viel stehen diese Aussagen der Ansicht dieses Briefschreibers, der Homosexualität als „satanische Sünde“ bezeichnete, nicht mehr nach…

Allen, die diesen Fundamentalkurs der römisch-katholischen Kirche unter Papst Benedikt XVI nicht länger mittragen wollen, sei ein Kirchenaustritt als Zeichen des Protests angeraten und dringend empfohlen.

Update 14.1.2012 14:10 Uhr: Vatikan weist in Stellungnahme Fehlinterpretation an Papst-Rede zurück

Der Vatikan hat auf die Berichterstattung in vielen internationalen Medien anlässlich seiner Neujahrsansprache reagiert und in einer Stellungnahme die Aussagen der Medien zurückgewiesen. So heißt es:

„Aus der päpstlichen Aussage, dass eine familienfeindliche Politik die menschliche Würde und die Zukunft der Menschheit insgesamt bedrohe, ergebe sich keine Verurteilung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Es habe in der Rede keinen Hinweis darauf gegeben, dass solche Formen des Zusammenlebens ein entscheidender Bestandteil einer familienfeindlichen Politik seien.“

In seiner Ansprache sagte der Papst wörtlich:

„Außer einem klaren Ziel wie dem, die Jugendlichen zu einer vollen Kenntnis der Realität und damit der Wahrheit zu führen, braucht die Erziehung auch Räume. Unter diesen steht die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete Familiean erster Stelle. Es handelt sich dabei nicht um eine bloße gesellschaftliche Konvention, sondern um die Grundzelle der ganzen Gesellschaft. Folglich bedroht eine Politik, welche die Familie gefährdet, die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst.“

Im Kontext zu vergangenen Aussagen des Papstes und anderer hoher Würdenträger der römisch-katholischen lässt sich ein Kontext ableiten, der – ohne direkt vom Papst angesprochen zu werden – die Politik, welche auch neue Familienformen, wie z.B. Regenbogenfamilien oder die Ehe-Öffnung für homosexuelle Paare entsprechend würdigt und gleichstellt, verurteilt wird, da – um auf die Aussagen des Papstes bezug zu nehmen – die Grundzelle der Gesellschaft, die Familie, gefährdet wird.

(Bild: Sergey Gabdurakhmanov – CC-BY-2.0 – Flickr)
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25 Kommentare

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  1. Peters 9 Januar, 2012 at 21:14

    Liebe Menschheit!
    Die Homosexuellen sind eine Gefahr für die Menschheit? Das ich nicht lache!!!
    Die Kath. Kirche ist eine Gefahr für die Menschheit! Wer vergewaltigt denn tausende von Kindern ? Die kath. Kirche!! Dieses passiert in kath. Intenate , Klöster, Schulen , Kindergärten etc. Und die Priester werden noch nicht mal bestraft, leben weiter unter den deckmantel der Kirche! Das ist besonders christlich!
    Ein kath. Priester darf mit einer Frau schlafen und auch Kinder haben, aber wehe es wird offen dargelegt! Wenn es geheim bleibt , wirde die Frau sogar offiziell unterstützt . Was ist das für eine Scheinheiligkeit!
    Wieviel Leute hat die Kath. Kirche verbrannt, gemordet etc. ! alles unter dem Mantel der christlichkeit! In 2000 Jahre hat sie schon mehr leute umgebracht als es kriege gab!
    noch nicht mal eigene Feiertage hat die Kath. Kirche sondern nur Feiertage von den „Heiden“ übernommen!
    Die Kath . kirche ist überhaupt nicht zeitgemäß und dieser Papst ist der schlimmste Hetzer aller Tage! Vergleichbar mit diesen Herrn der ind Deutschland Kanzler war ! Der papst ist ein Heuchler!!!
    Aber der bekommt auch noch seinen verdienten Lohn!
    Pfui, Teufel, Papst Benedikt!

  2. thinkoutsideyourbox.net 10 Januar, 2012 at 15:32

    @Gregor:

    Diese Passage stellt einen klaren Zusammenhang zur Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe und Regenbogenfamilien dar:

    Außer einem klaren Ziel wie dem, die Jugendlichen zu einer vollen Kenntnis der Realität und damit der Wahrheit zu führen, braucht die Erziehung auch Räume. Unter diesen steht die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete Familiean erster Stelle. Es handelt sich dabei nicht um eine bloße gesellschaftliche Konvention, sondern um die Grundzelle der ganzen Gesellschaft. Folglich bedroht eine Politik, welche die Familie gefährdet, die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst. Der familiäre Rahmen ist grundlegend auf dem Erziehungsweg und für die Entwicklung der Individuen und der Staaten; demnach ist eine Politik notwendig, die den Wert der Familie betont und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Dialog unterstützt.

    Demnach ist für den Papst Familie nur dann, wenn sie dem traditionellen Familienmodell entspricht und alle anderen Formen des Zusammenlebens, stellen eine Gefahr für die Menschenwürde und die Zukunft der Menschheit dar. Das ist offen diskriminierend und fern jeglicher gesellschaftlicher Realität und wissenschaftlichem Stand.

    Die Kritik ist daher mehr als nur gerechtfertigt, richtig und wichtig.

  3. Peters 10 Januar, 2012 at 22:03

    Lieber Gregor!
    Wenn man immer nur Minderheiten unterdrückt, wie z. B. Homosex. , Frauen und nur immer nur die Familien hochlobt, dann soll die kath. Kirche sich nicht wundern , dass man sie kritisiert!
    Diese Kirche soll diese Leute erstmal akzeptieren. Dieser Erhobener Zeigefinger diese Kirche ist nicht mehr zeitgemäß! Die kath. Kirche soll vor der eigenen Haustüre kehren , da ist genügend „Dreck“ Darum sind die kath. Familien auch so religiös, das sie ihre Töchter vergewaltigen. Und das passiert nur in den lieben Familien!
    Man soll bloß nicht immer die traditionellen Familien hochleben!
    Bevor diese Kirche einen angreift , soll sie ihre Schuld an den Menschen erstmal tilgen : Da haben sie genug zu tun!!!

  4. Dr. Brigitte Buchhammer 11 Januar, 2012 at 09:03

    In meiner Stellungnahme zur vatikanischen Position zum Thema Homosexualität möchte ich einige Argumente der Philosophie von Immanuel Kant aufgreifen. Sein moralisches Theoriestück des kategorischen Imperativs lautet, die Menschenwürde jedes Menschen anzuerkennen, jeden Menschen als autonome, entscheidungs- und handlungskompetente Person, die Würde hat, anzuerkennen und zu respektieren. Das bedeutet, dass Menschen niemals bloß instrumentalisiert werden dürfen und weiters, dass wir moralisch aufgefordert sind, die selbst gewählten Zwecke der Anderen in nicht-paternalistischer Weise so gut wie möglich zu unterstützen. Wir dürfen andere Menschen nicht demütigen, nicht entwürdigen. Sexualität wird in allen diesbezüglichen vatikanischen Verlautbarungen in biologistischer Engführung auf Fortpflanzung reduziert. In der Philosophie Kants ist der Mensch als Person gefasst, als leiblich-daseiendes, mit Vernunft begabtes Lebewesen, und das bedeutet: die Gestaltung unserer Leiblichkeit ist Aufgabe unserer Freiheit, unseres Handelns. Unsere Sexualität ist Aufgabe unseres Handelns, unseres handelnden Gestaltens, sie ist aber nicht instinktmäßig geregelt. Das contra naturam Argument sitzt einem Widerspruch auf: Die Aussage: die Natur will, dass wir heterosexuell sind, wird verknüpft mit einer moralischen Forderung an uns, uns die Natur zum Vorbild zu nehmen. Aber würde Sexualität instinktmäßig (naturgesteuert) ablaufen, bräuchte es keines moralischen Appells, denn dann liefe die Sache eben „von Natur aus“, von selbst. Das Geschlechtsleben der Menschen ist eben nicht von Natur aus determiniert, sondern stellt eine Aufgabe dar für unser handelndes Gestalten. Sexualität ist sowieso immer schon „contra naturam“, weil sie eben Aufgabe unseres handelnden Gestaltens ist. Menschen in ihrer Menschenwürde zu achten bedeutet auch, ihnen die Möglichkeit von liebevollen Nahebeziehungen nicht abzusprechen bzw. zu verweigern. Von Kants entfaltetem Begriff der Nächstenliebe (andere Menschen in ihren selbstgewählten Zwecken so gut wie möglich zu fördern und zu unterstützen, in nicht-paternalistischer Weise) ist die Haltung des Vatikans zu homosexuellen Menschen lieblos und es besteht auch hier die moralische Pflicht, sich für die Bedingungen der Möglichkeit gelingender liebevoller Nahebeziehungen für homosexuelle Menschen einzusetzen. Kirche als Ort der moralischen Sensibilisierung der Menschen müsste es als ihre vorrangige Aufgabe ansehen, sich für die Vermehrung von Gerechtigkeit zu engagieren (wie es der Stifter dieser Religion, Jesus Christus gefordert und vorgelebt hat) In diesem Sinne müsste die Kirche es als ihre vorrangige Aufgabe ansehen, sich einzusetzen für die Ermöglichung eines rechtlichen eheähnlichen Rahmens für homosexuelle Paarbeziehungen, als Bedingung der Möglichkeit der Anerkennung von Menschen als freie, autonome und handlungsfähige Personen. Das Eherecht ist ein Angebot des Staates an die Menschen, ihre Beziehung in einen Rahmen der Rechtssicherheit zu stellen. Und das müsste die Kirche unterstützen und befürworten, wenn es ihr um Menschenwürde ginge. Immer wieder argumentiert der Vatikan, dass homosexuelle Menschen keinen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten würden. Diese Position ist entlarvend, da sie zeigt, wie sehr die Kirche einer Leistungsideologie verhaftet ist. Es geht aber darum, dass der Gott, den Jesus verkündet, einer ist, der die Menschen liebt, so, wie sie sind, gratis, umsonst, ohne Leistungsanspruch. Menschen in der ganzen Fülle ihrer menschlichen Fähigkeiten ernst zu nehmen hieße auch, Sexualität endlich einmal aus der biologistischen Engführung herauszulösen: Erotik ist Erfahrung von Innigkeit, Vertrauen, Zärtlichkeit. In Hinblick auf Erotik entwirft Luce Irigaray eine Phänomenologie der Liebkosung, indem sie schreibt: “Die Liebkosung ist Erwachen zu dir, zu mir, zu uns. Die Liebkosung ist Erweckung des Lebens meines Körpers. (…) Die Liebkosung ist Erwachen zur Intersubjektivität, zu einem Berühren zwischen und, das weder aktiv noch passiv ist. (…) Die Liebkosung ist auch Lobgesang, eine Huldigung dessen was ich von Dir wahrgenommen, empfunden und gespürt habe.” (Luce Irigaray, Einander Transzendente. Die Vermählung von Wort und Fleisch. in: Silvia Stoller, Helmut Vetter (Hg), Phänomenologie und Geschlechterdifferenz. Wien 1997, 103f) In der erotischen Begegnung könnte der Festcharakter bestehen in der Bejahung der anderen Person um ihrer selbst willen. Fest auch hier: Dank und Lobpreis als Ausdruck des Wohlgefallens an der anderen Person als Zweck an sich selbst, das Feiern der Tatsache, dass wir aus ganzem Herzen diese Begegnung gutheißen können. Sexualität könnte auch Symbol unserer Bestimmung zu Kommunikation und Gemeinschaft sein.
    Meine Vision ist eine befreite Erotik: befreit von naturalistischen Vorurteilen und von der Reduzierung von Sexualität auf Fortpflanzung und Heterosexualität und befreit vom konsumistischen Warencharakter. Sexualität hat in unserer Zeit zwei besondere Feinde: einerseits die naturalistische Reduktion der Sexualität auf Fortpflanzung innerhalb der Ideologie des Zwangsheterosexismus, andererseits die Verdinglichung sexueller Beziehungen im Kontext kapitalistischer Konsumideologie. Meine Vision wäre also eine befreite Erotik, in der Menschen einander mit Respekt und Achtung begegnen würden, in der Lust, Innigkeit, Gerechtigkeit und Glück verwirklicht werden können.
    Dr. Brigitte Buchhammer

  5. achim 11 Januar, 2012 at 19:01

    Der Papst ist doch kein Fußabstreifer. Benedikt der XVI hat eine klare Aussage getroffen. Eine Aussage, die glaube ich, allen Menschen verschiedensten Glaubensrichtungen zu Denken geben sollte. Die Frage ist doch eigentlich die? was passiert mit der Menschheit, wenn wir uns den Wert und den Sinn des menschlichen Lebens selbst zurechtzimmern und schönmachen dürfen? Traditionelles wird weggewischt, neues wird selbstverständlich aufgenommen und bei nichtgefallen kommt etwas anderes interessanteres, das eben jetzt gerade in den jeweiligen Lebensplan passt.
    Übrigens, an vielen Mitbürgern, gerade unter jungen Menschen kann man den mangelnden Respekt und meist auch die fehlende Menschlichkeit anderen Personen, auch Familienangehörigen gegenüber schon sehr gut erkennen, leider. Woran kann das liegen? Ihr wisst es doch schon!!!!

  6. thinkoutsideyourbox.net 11 Januar, 2012 at 19:15

    Die römisch-katholische Kirche hat sich doch immer auf die Fahnen geschrieben, Nächstenliebe zu prädigen. Aber unter Benedikt XVI ist davon nichts mehr zu spüren. Stattdessen wird offen die Diskriminierung anderer gefordert, nur weil sie nicht in das veraltete Weltbild der rk Kirche passen. Damit begibt sie sich in längst geglaubte Zeiten zurück, wo sie über Jahrhunderte (Mittelalter) die Entwicklung einer laizistischen und von Toleranz geprägte Gesellschaft verhinderte.

  7. alec 13 Januar, 2012 at 16:31

    Eigentlich äußere ich mich zu solch einem Mist nicht mehr, da es genug Beschränkte gibt, die solche Wesen verehren, aber eines muss ich einfach sagen bzw. fragen: Wie viel Prozent des Gehirns mögen solche „Menschen“ wohl nutzen?

    Kirche, Glaubensgemeinschaften … ist mir alles suspekt. Wieso nicht einfach mal das eigene Hirn nutzen? An das glauben was man sieht, hört, schmeckt, fühlt … und auch mal selbst glaubt.

    Papst und CO. nennen sich selbst Vorbilder. Klasse Leute, die so etwas von sich selbst behaupten. Diese „Besucher“ ruinieren so manchen das Leben, aber denen ist ja sowieso alles egal.

    Leben und Leben lassen.

  8. Gregor 14 Januar, 2012 at 12:34

    die vatikanzeitung weist „fehlinterpretation“ der papstrede zurück:

    „Aus der päpstlichen Aussage, dass eine familienfeindliche Politik die menschliche Würde und die Zukunft der Menschheit insgesamt bedrohe, ergebe sich keine Verurteilung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Es habe in der Rede keinen Hinweis darauf gegeben, dass solche Formen des Zusammenlebens ein entscheidender Bestandteil einer familienfeindlichen Politik seien.“

    http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/44230.html

  9. thinkoutsideyourbox.net 14 Januar, 2012 at 13:06

    @Gregor:

    Es ist zu begrüßen, dass der Vatikan eine Stellungnahme abgibt. Jedoch:

    Der Papst beispielsweise warnte in seiner Neujahrsansprache 2010 vor einem Angriff auf die Schöpfungsordnung, wenn Gesetze unter dem Denkmantel der Beseitigung von Diskriminierung erfolgten. Ein anderes Mal stellte er einen indirekten Zusammenhang zwischen Homosexuellen und CO2 her.

    Diese jüngsten Aussagen in Kontext zu vielen anderen Aussagen, lassen einen unmissverständlichen Rückschluss zu, was der Papst dieses Jahr mitteilen wollte – auch wenn der Vatikan dies nun zurückweist.

  10. Gregor 14 Januar, 2012 at 13:31

    wie wäre es, einfach einmal zuzugeben, dass die hier so heftigst kritisierten aussagen gar nicht gefallen sind?

    ich persönlich freue mich darüber, dass der papst in der ansprache – wie es die vatikanzeitung jetzt nochmals bestätigt hat – keine verurteilung homosexueller lebensgemeinschaften ausgesprochen hat und auch nicht aussprechen wollte. gerade in kenntnis mancher seiner früheren aussagen freut mich das sogar noch mehr.
    ich freue mich darüber, wenn ein italienischer bischof sich für die einführung staatlich eingetragener hs. lebensgemeinschaften ausspricht.

    aber es geht ja gar nicht um das, was der papst gesagt oder nicht gesagt hat.
    manche der hier getätigten aussagen und auch der bericht selbst sprechen ja offen aus, dass es einfach nur eine kampagne gegen religion im allgemeinen und kirchen – und hier insbesondere die katholische kirche – im besonderen sein soll. da nimmt man eine – wenn auch falsch behauptete – aussage des papstes dankbar auf. und steigt davon auch nicht herunter, wenn schon längst nachgewiesen wurde, dass hier (bewusst?) falsch berichtet wurde.

  11. Gregor 14 Januar, 2012 at 13:38

    ein lehrstück über schlechten bzw kampagnen-journalismus:

    schritt 1:
    der papst hat in einem kurzen abschnitt seiner ansprache vor dem beim vatikan akkreditierten diplomatischen corps, in dem er über die erziehung zu solidarität und gerechtigkeit sprach, erwähnt, dass der erste „raum“ für diese erziehung die familie sei. und dass gesetzgebungen, welche die familie gefährden, abzulehnen sind.

    schritt 2:
    ein besonders findiger mitarbeiter von „reuters“ entwickelt daraus die schlagzeile, der papst habe gesagt, dass die „homo-ehe die zukunft der menschheit bedrohe“ und dass er gesetze zur legalisierung der homo-ehe „scharf verurteilt habe“. nichts davon ist in dem redetext zu finden.

    schritt 3:
    die schlagzeile geht um die welt:
    offenbar ohne sich der mühe zu unterziehen, die rede im wortlaut zu lesen (der wäre in 20 sekunden zu ergooglen gewesen) übernehmen die medien – allen voran die (zufälligerweise zum für seinen qualitätsjournalismus hinlänglich bekannten springer-konzern gehörende) „welt“. eifrig sekundiert kurz darauf der österreichische „standard“, der ja dafür bekannt ist, dass seine journalisten vorwiegend das abschreiben, was andernorts am vortag geschrieben wurde.

    schritt 4:
    in internet-foren überschlagen sich die reaktionen über diese furchtbare aussage des papstes, der – eh schon wissen – homophob, rückständig, ewig-gestrig, reaktionär, faschistisch usw. sei.

    ich bin gespannt, wie viele derjenigen, die sich so wortreich über die – gar nicht vorhandene – passage der papst-ansprache aufgeregt haben, jetzt zugeben, dass sie falsch lagen.
    vermutlich eh niemand.

  12. Laura 15 Januar, 2012 at 22:05

    Also, nur deppen und idioten schreiben so etwas, der papst hat doch nicht mehr alle tassen im schrank!der papst verstöst gegen den ersten artikel des grundgesetzes!!!
    sorry, aber katholiten sind dumm!

  13. thinkerdeluxe 25 April, 2012 at 11:28

    Schwule und Lesben können frei entscheiden wie sie leben möchten – wie jeder andere Mensch auch, aber sie können nicht erwarten, dass sie von einer Gemeinschaft, die auf traditionelle Werten der Familie, welche in der Ehe zwischen Mann und Frau begründet ist, dort ihre Zustimmung finden. Das geht erstmal gar nicht. Und ich glaube kaum, das ein Mensch mit gesundem Menschenverstand, egal welcher Glaubensrichtung er angehört, sich überhaupt für die sexuellen Neigungen anderer interessiert.

    Jedoch wenn der Papst eine Meinung hat, die er vertritt sollte man sich respektieren. Es hat einen bestimmten Hintergrund warum er sich zu bestimmten Themen äussert. Diesen Hintergrund können und müssen nicht alle verstehen. Der Job vom heiligen Stuhl besteht nicht darin, allen Menschen dieser Welt von seiner Meinung zu überzeugen.

    Er soll sagen was er zu sagen hat und der Rest der Welt rafft dat oder halt nicht. Dat kann doch nicht so schwer sein.

  14. andy 9 Mai, 2012 at 18:54

    wenn ich jesus nicht so sehr geliebt hätte wie ich es tue von kind an , da würde ich niemals die kirche , die schon längst von jesus abgefallen ist , beachten.egal ob das evangelische der katholische kirche ist .jesus hat zwar niemals die ehe zwischen mann und frau aufgelöst aber die ehe der homos nimmt doch den hetros nichts! jesus hatte selbst niemals von der homosexualität gesprochen , denn sie gab in solcher form nicht zu seiner zeit in israel und in der welt . allerdings jesus als gott genau wusste , dass es solche menschen und frauen sind , die homosexuell empfinden, er sagte , dass es leute gäbe , die sich nicht zur ehe eignen, also ehe frau mit man, wie es jesus meinte.

    ich bin jedenfalls glücklich , dass jesus mein freund ist und ich bin überzeugt , egal was die kirchen sagen, dass jesus mich niemals alleine lässt.dafür habe ich zahlreiche beispiele.

    ich kann nur empfehlen sich alleine an jesus zu wenden und still sein und das wird schon passieren. jesus wird jeden befürworten und nicht alleine lassen und jeden verstärken als schwul oder lesbe oder bi-sex und lieben . er wird auch helfen mir dem „problem“ umzugehen. jesus ist unser einziger grösster freund!

    andreas

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