Norbert Hofer: Keine Ehe-Öffnung für LGBTIQ. Daher Van der Bellen wählen!

Am 4. Dezember wählt Österreich in der Wiederholung der Stichwahl den nächsten Bundespräsidenten. Zur Wahl stehen der parteiunabhängige Wirtschaftsprofessor Dr. Alexander Van der Bellen und der Rechtspopulist Ing. Norbert Hofer von der FPÖ, der maßgeblich das LGBT-diskriminierende FPÖ-Parteiprogramm verfasst hat und auch nun im TV wieder die Forderung nach der Ungleichbehandlung von LGBTIQ unterstrichen hat.

Am 4. Dezember steht nicht nur das nächste Staatsoberhaupt in Österreich zur Wahl, es ist auch eine echt Richtungsentscheidung. Soll Österreich unter Alexander Van der Bellen weiter den Weg der Weltoffenheit und der gleichen Rechte für alle gehen oder soll unter Norbert Hofer der Rechtspopulismus und Rechtsnationalismus viele Menschen um ihre Zukunftschancen rauben?

Norbert Hofer bekräftigt Diskriminierung von LGBTIQ

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, der schon vor dem ersten Wahlgang massiv gegen die Gleichstellung von LGBTIQ Stimmung machte (thinkoutsideyourbox.net berichtete), zeichnet maßgeblich für das FPÖ-Parteiprogramm verantwortlich, wo die Forderung nach Ungleichbehandlung von LGBTIQs Programm und der Schutz der Ehe in der Definition zwischen Frau und Mann gefordert wird.

Während sich Norbert Hofer im Wahlkampf betont sanft gibt, fordert seine Partei die Abschaffung der Eingetragenen Partnerschaft und riskiert in der Forderung nach Abschaffung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare das Kindeswohl. So heißt es im FPÖ-Parteiprogramm:

Wir bekennen uns zur Vorrangstellung der Ehe zwischen Mann und Frau als besondere Form des Schutzes des Kindeswohls. Nur die Partnerschaft von Mann und Frau ermöglicht unserer Gesellschaft Kinderreichtum. Ein eigenes Rechtsinstitut für gleichgeschlechtliche Beziehungen lehnen wir ab.“

Wie wenig es den Rechtspopulisten um das Kindeswohl geht, zeigte Hofer bei der TV-Sendung „Café Puls“, als er erneut die Forderung nach dem Beibehalten des – sachlich nicht zu rechtfertigenden – Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare befürwortete.

Der „Wolf im Schafspelz“ Hofer schiebt das Kindeswohl als „Argument“ vor, um damit seine klare Forderung nach Ungleichbehandlung und Diskriminierung von LGBTIQ zu „argumentieren“ und zu „legitimieren“. Diese Vorgehensweise ist besonders perfide, da genau damit gegen das Kindeswohl agiert wird, aber mit Fakten zu Kindeswohl (siehe Gastbeitrag von Dr. Lehenbauer-Baum) bzw. der Wahrheit nimmt es der FPÖ-Präsidentschaftskandidat des öfteren nicht so genau, wie „FPÖ Watch“ recherchiert hat.

Wenn die Ehe – um es in den Worten von Norbert Hofer zu sagen – zum Schutz der Kinder gedacht ist, dann muss diese sofort auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden, denn auch LGBTIQ sind Eltern und bieten Kindern ein liebevolles Zuhause. Das zeigen LGBTIQ-Paare jeden Tag.

Außerdem negiert Hofer so ganz nebenbei, dass die Ehe per se nicht auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist, denn die Zeugungsfähigkeit und der -wille sind keine Voraussetzung von verschiedengeschlechtlichen Paaren, die Ehe zu schließen. Sie wird aus Liebe geschlossen.

Richtungswahl: Van der Bellen am 4.12.2016! #Mehrdennje

Genau das Gegenteil von Hofers-Forderungen nach Ungleichbehandlung steht Alexander Van der Bellen für gleiche Rechte für alle – seit über einem Jahrzehnt. So sagte Van der Bellen bereits 2005:

„Wenn zwei Männer oder zwei Frauen sich darauf versteifen, den selben Fehler zu machen wie die Heterosexuellen, sollen sie das tun können.“ (Der Standard, 27. November 2005)

Dieses launige Zitat zeigt, worum es geht. Alle Menschen verdienen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität das Recht, „den selben Fehler“ zu machen. Liebe kennt kein Geschlecht. Sie passiert einfach.

Es ist schlicht ungerecht und falsch, Menschen einzig aufgrund ihrer sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität das Recht auf die Eheschließung zu verweigern.

Am 4.12.2016 geht es daher – neben dem Ansehen Österreichs im Ausland und dem europäischen Aspekt – auch um die Frage, wollen wir ein Staatsoberhaupt, das eine ganze Bevölkerungsgruppe diskriminieren möchte und die Gesellschaft spaltet, oder eine Persönlichkeit, die für gleiche Rechte für alle steht und verbindet. Die Antwort ist klar.

Am 4.12.2016 Alexander Van der Bellen wählen! #Mehrdennje

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1 Comment
  1. […] FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer, der gegen Van der Bellen zum Glück verloren hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete), die im Plenum des Nationalrats gegen diese wichtigen Gleichstellungsschritte […]

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