Nach Coming-Out: Profi-Fußballer Rogers gibt Comeback bei ‚Los Angeles Galaxy‘

Im Februar 2013 hatte der US-amerikanische Fußballspieler Robbie Rogers sein Coming-Out. Gleichzeitig mit seinem öffentlichen Coming-Out erklärte der US-Profi auch sein Karriereende. Nun jedoch hat Rogers erklärt, dass er sein Comeback im US-Profi-Fußball, der ‚Major League Soccer‘ geben wird. Sein neuer Verein ist ‚Los Angeles Galaxy‘, wo er am Samstag den Vertrag unterzeichnete.

Es ist eines der letzten großen Tabuthemen in der heutigen Zeit – Fußball und Homosexualität. Im Februar diesen Jahres sorgte der US-Fußball-Profi Robbie Rogers, der in England in der zweiten und dritten Liga sowie im US-Nationalteam spielte, für internationales Aufsehen.

Im Februar verkündete Robbie Rogers auf seinem Blog unter dem Titel „Das nächste Kapitel“ sein Coming-Out und erklärte gleichzeitig sein Karriereende vom Profi-Fußball (thinkoutsideyourbox.net berichtete). In dem persönlichen Beitrag schrieb er über Ängste und dass er nicht der sein konnte, der er war. Damit solle Schluss sein.

Rogers: Rücktritt vom Rücktritt

Rund 3 Monate später erlärte Rogers nun den Rücktritt vom Rücktritt und unterschrieb einen Vertrag bei dem „Major League Soccer“-Verein „Los Angeles Galaxy“. Offenbar motiviert vom Coming-Out des aktiven NBA-Profis Jason Collins, der dafür bis zu US-Präsident Barack Obama große Anerkennung erhielt (thinkoutsideyourbox.net berichtete), liefert Rogers nun einen wichtigen und längst überfälligen Tabubruch.

Zu seinem Comeback im US-Profifußball schrieb der 26-jährige Robbie Rogers auf Twitter:

 „Vor uns liegt eine aufregende Zukunft – nicht nur für mich, sondern für die gesamte Gesellschaft.“

Rogers wird mit seinem Comeback der erste offen homosexuelle aktive Profi-Fußballer in den USA. Wie „goal.com“ berichtet, erklärte Rogers bei der Vorstellung beim ehemaligen David Beckham Verein zu seinem jahrelangen Versteckspiel:

„25 Jahre lang hatte ich Angst, mein Geheimnis mit jemandem zu teilen.“

Rogers: „Alles ist vollkommen normal“

Für Rogers war lange Zeit der Anschein, dass Homosexualität und Fußball nicht kombiniert werden könne, doch:

„Ich habe so lange geschwiegen, weil ich dachte, ich könne nicht beides sein: Ein Fußballer und ein homosexueller Athlet. Aber jetzt bin ich hier, und alles ist vollkommen normal.“

Rogers ist bei seinem neuen Verein bereits seit einem Monat im Training und er wurde von den Teamkollegen herzlich aufgenommen. Der Kapitän der „Los Angeles Galaxy“ sagte bezüglich seinem neuen Teamkollegen:

„Um Gottes willen, wir haben 2013. Egal wer, wie oder was du bist. Wir sind alle gleich. Wir gehen alle auf die gleiche Art auf die Toilette.“

Bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft die gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung eines Profi-Fußballers keine Meldung mehr wert sein muss, weil es als das angesehen wird, was es ist. Völlig normal und letztlich egal…

(Bild: Facebook.com/therobbierogers)
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