Mitt Romney dankt Hassgruppe ‚Family Research Council‘ für Kampf gegen Homosexuellen-Rechte

Mitt Romney, republikanischer Gegenkandidat zum demokratischen US-Präsidenten Barack Obama, positioniert sich immer mehr als offen homophober Gegenkandidat zu Barack Obama. Nicht nur, dass er einen erklärten Homosexuellen-Rechte-Gegner zu seinem Running Mate machte, dankt er nun dem homophoben „Family Resarch Council“ für ihren Kampf für den Erhalt der Familienwerte und gegen die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule.

Die Präsidentschaftswahl im November 2012 zwischen dem republikanischen Herausforderer Mitt Romney und dem demokratischen Amtsinhaber Barack Obama wird immer zu einer Abstimmung über Homosexuellen-Rechte und ob die USA  gesellschaftspolitisch weiterhin im 21. Jahrhundert verbleiben oder viele Jahre zurückgeworfen werden und Errungenschaften der LGBT-Bewegung ernsthaft in Gefahr geraten.

Mitt Romney ist tritt offen gegen die Gleichstellung von Lesben und Schwulen ein und wetterte in der Vergangenheit gegen Gerichtsurteile, wie z.B. jenes in Kalifornien, das Proposition 8 für verfassungswidrig erklärte (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Sein Running Mate Paul Ryan steht der Ablehnung von LGBT-Rechten seinem Präsidentschaftskandidaten um nichts nach – er stimmte beispielsweise gegen die Abschaffung von „Don’t Ask Don’t Tell“, würde diese wieder einführen (thinkoutsideyourbox.net berichtete), obwohl eine erste wissenschaftliche Studie belegt, dass keine der im Vorfeld geäußerten Bedenken von republikanischer Seite eingetreten sind und diese somit als ideologisch haltlos enttarnte (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Mitt Romney dankt Hassgruppe „Family Research Council“

Wie sehr ideologisch Mitt Romney und seine Partei sich mittlerweile ins Vorgestern begeben hat, zeigte sich erst kürzlich, als der Präsidentschaftskandidat in einer Videobotschaft der Hassgruppe „Family Resarch Council“ für deren Kampf für „Familienwerte“ dankte.

Die Gruppe rund um Baldin Perkins wetterte ebenfalls gegen Gerichtsurteile in Kalifornien, die Propsotion 8 für verfassungswidrig erklärten. Diese sprach von einer „juristischen Tyrannerei“ und, dass dieses Urteil von einer “Hollywood-finanzierten” Klage eine Gefahr sei, dass die liberalen Werte von San Francisco, dem “ganzen Land auferlegt werden sollen”. Auch FRC hofft, dass der U.S. Supreme Court dieser Gefahr ein Ende setzt. Wie offen homophob FRC agiert, zeigte sich in einem CNN-Interview, wo Perkins mangels sachlicher Argumente (weil alle längst widerlegt sind) von „einer Gefahr für die Religionsfreiheit“ in den USA sprach (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Für deren offen propagierten Homophobie „dankte“ der republikanische Präsidentschaftswerber Mitt Romney in einer Videobotschaft dem „Family Research Council“ anlässlich des „Values Voter summit“ in Washington. Erschreckenderweise kopierte Romney Aussagen seines ehemaligen parteiinternenen Gegenkandidaten Rick Santourum, der behauptete, dass bei einer Hochzeit, mensch „automatisch aus der Armut heraus komme. Weiters erklärte er:

„Wir brauchen eine Präsidenten, der unser Engagement für konservative Prinzipien und unseren Respekt für traditionelle Werte teilt. Wir verteidigen die Heiligkeit des Lebens oder ignorieren diese. Wir werden die Ehe verteidigen und nicht neu definieren.“

Damit bestätigte Romney das neue Parteiprogramm der Republikaner, das sich gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau (Abtreibung) ausspricht und die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau verfassungsmäßig verankern möchte.

Video: Romney dankt „Family Research Council“

Damit bestätigte Romney endgültig, dass er ein Präsident des Hasses in den USA sein würde und Gruppierungen unterstütze, die die Bevölkerungsgruppen diskriminieren möchte und sie somit als BürgerInnen zweiter Klasse behandeln möchte.

(Screenshot/Video: YouTube-User FRAction)
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3 Comments
  1. […] Mitt Romney tritt nicht klar gegen die Gleichstellung und die Beendigung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen ein. Er geht noch viel weiter. Er lässt seiner Homophobie freien lauf und bedankte sich erst vor wenigen Tagen bei der Hass-Gruppierung “Family Research Council” für ihren Kampf gegen die Gleichstellung und Rechte einer ganzen Bevölkerungsgruppe (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

  2. […] Wohl hofft sie auch auf einen Sieg von Barack Obama am 6. November 2012 gegen Herausforderer Mitt Romney, weil sich der Amtsinhaber und seine Demokraten im Gegensatz zu Romney und den Republikanern zuletzt klar für mehr LGBT-Rechte ausgesprochen hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Letzterer hat gar der “Hassgruppierung” “Family Research Council” für deren Kampf gegen Homosexuellen-Rechte gedankt (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

  3. […] Mitt Romney tritt nicht klar gegen die Gleichstellung und die Beendigung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen ein. Er geht noch viel weiter. Er lässt seiner Homophobie freien lauf und bedankte Mitte September bei der Hass-Gruppierung “Family Research Council” für ihren Kampf gegen die Gleichstellung und Rechte einer ganzen Bevölkerungsgruppe (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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