Medien-Fails zu ‚Homo-Ehe‘-Volksabstimmungen in den USA

Als am 6. November 2012 in den USA die Präsidentschaftswahlen stattfanden und dabei von den beiden großen Parteien Amtsinhaber Barack Obama (Demokraten) gegen Herausforderer Mitt Romney (antrat), fanden gleichzeitig in vier US-Bundesstaaten auch Volksabstimmungen über die Gleichstellung von Lesben und Schwule statt. Wie bereits in der Vergangenheit bei der Abschaffung von ‚Don’t Ask Don’t Tell‘ berichteten fast alle Mainstream-Medien auch diesmal wieder mit einer völlig falschen Wortwahl.

Bei der Präsidentschaftswahl am 6. November 2012 ging der Amtsinhaber Barack Obama als Sieger hervor und wird somit vier weitere Jahre im Weißen Haus in Washington residieren (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Er trimphierte dabei gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney, der ein erklärter Gegner von LGBT-Rechten ist und sich klar gegen das Eherecht für gleichgeschlechtliche Paare ausspricht (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Die Wahl war eine Richtungsentscheidung zwischen progressiven Demokraten und ewiggestrigen Republikanern bei der Thematik von LGBT-Rechten (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Darüberhinaus fanden in drei US-Bundesstaaten Volksabstimmungen über das Eherecht für Lesben und Schwule sowie in einem Bundesstaat über eine Verfassungsänderung, welche die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau festschreiben sollte (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Medien-Fails zu „Ehe-Öffnung“-Volksabstimmungen in den USA

Am 6. November blickte fast die gesamte Medienwelt in die USA, um live von der Präsidentschaftswahl zu berichten. Gleichzeitig wurde auch über die zahlreichen Volksabstimmungen in diversten US-Bundesstaaten berichtet – so auch über die Volksabstimmungen in Maine, Maryland, Washington und Minnesota über die Gleichstellung von Lesben und Schwule.

Wie bereits bei der Abschaffung von „Don’t Ask Don’t Tell‘ durch Barack Obama im September 2011 (thinkoutsideyourbox.net berichtete), wodurch LGBTs ihre sexuelle Orientierung oder Identität nicht mehr im US-Militär geheim halten mussten, sondern offen dienen konnten, berichteten auch diesmal so ziemlich alle Medien mit einer völlig falschen Wortwahl.

So schrieben die Medien fast geschlossen von der „Homo-Ehe“ – selbst selbsternannte Qualitätsblätter. Homo-Ehe? Was ist dann die Hetero-Ehe? Oder meinen die Medien eh die Ehe, welche nun eben in weiteren US-Bundesstaaten nicht mehr nur heterosexuellen Paaren, sondern zukünftig auch gleichgeschlechtlichen Paaren offen steht.

Ein kleiner Überblick über die Berichterstattung:

Screenshot „Wiener Zeitung„:

Screenshot „Süddeutsche Zeitung„:

Screenshot „Kronen Zeitung„:

Screenshot „Die Welt„:

Screenshot „Stern„:

Screenshot „TAZ„:

Screenshot „Die Zeit„:

Screenshot „Die Presse„:

Screenshot „Focus„:

Screenshot „ORF„:

Screenshot „Bild„:

Die diversesten Mainstream-Medien sollten sich – nicht nur ein Beispiel an thinkoutsideyourbox.net, wo korrekt von Ehe-Öffnung oder Ehe-Gleichstellung gesprochen wird ;-) – sondern auch am US-Popstar Pink nehmen, die völlig richtig Mitte September sagte (thinkoutsideyourbox.net berichtete):

“Ich denke, es wird der beste Tag sein, wenn wir nicht länger über Homosexualität oder Heterosexualität diskutieren. Es ist keine “Homo-Hochzeit. Es ist einfach eine Hochzeit. Es ist keine Homo-Ehe. Es ist einfach eine Ehe.”

(Alle Screenshots: © jeweiliges Medium)
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